Eine Anfrage an die KI-Software Gemini von Google verbraucht nach Konzernangaben überraschend wenig Energie. Laut Berechnungen des Unternehmens liegt der durchschnittliche Strombedarf bei 0,24 Wattstunden pro Texteingabe. Das entspricht ungefähr dem Energieverbrauch eines Fernsehgeräts während neun Sekunden Laufzeit.
Vergleich und Einordnung
Mit dieser Zahl versucht Google, die Sorgen über einen angeblich explodierenden Stromverbrauch durch Künstliche Intelligenz zu relativieren. Seit Jahren warnen Experten davor, dass der zunehmende Einsatz von KI-Systemen zu einem deutlich höheren Energie- und Wasserverbrauch führen könnte – insbesondere in Rechenzentren, die die riesigen Datenmengen verarbeiten.
Google verweist dagegen auf technische Fortschritte: Moderne Rechenzentren seien wesentlich energieeffizienter als noch vor einigen Jahren. Zudem würden immer häufiger erneuerbare Energien eingesetzt, um den steigenden Bedarf klimafreundlich zu decken.
Kritik bleibt bestehen
Trotz der beruhigenden Zahlen bleiben Umweltorganisationen skeptisch. Der reine Vergleich pro Anfrage sage wenig über die tatsächliche Belastung aus, wenn Milliarden von Anfragen pro Tag gestellt würden. Schon jetzt gelten Rechenzentren weltweit als einer der am schnellsten wachsenden Energieverbraucher.
Zudem geht es nicht nur um Strom, sondern auch um den hohen Wasserbedarf, der für die Kühlung der Serveranlagen notwendig ist. In Regionen mit Wasserknappheit sorgt dies seit Längerem für Diskussionen.
Balance zwischen Fortschritt und Nachhaltigkeit
Die Industrie steht damit vor einem Balanceakt: Einerseits sollen KI-Anwendungen weiterentwickelt und möglichst breit genutzt werden, andererseits wächst der Druck, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Google betont, die Effizienz seiner Systeme kontinuierlich verbessern zu wollen.
Klar ist jedoch: Selbst kleine Verbrauchswerte pro Anfrage summieren sich b