Dark Mode Light Mode
Zu wenig Medizinstudienplätze: Nachwuchs reicht nicht für die Versorgung
Stabilität mit System – Solide Wertentwicklung des HAL Systematic Multi Asset Defensive Fonds im Geschäftsjahr 2024/25
Britische Inflation steigt auf Rekordhoch

Stabilität mit System – Solide Wertentwicklung des HAL Systematic Multi Asset Defensive Fonds im Geschäftsjahr 2024/25

geralt (CC0), Pixabay

Der geprüfte Jahresbericht zum 30. April 2025 für den Fonds HAL Systematic Multi Asset Defensive bietet aus Anlegersicht ein insgesamt positives Bild hinsichtlich Stabilität, Risikokontrolle und moderatem Wachstum.

1. Performance und Vermögensentwicklung

Die Wertentwicklung der Anteilklasse XT betrug +4,76 % nach BVI-Methode (ohne Ausgabeaufschläge). Für einen defensiv ausgerichteten Fonds ist dies ein überzeugendes Ergebnis, insbesondere angesichts des anhaltend volatilen Zinsumfeldes.

Das Fondsvermögen wuchs von 55,8 Mio. EUR auf 75,1 Mio. EUR, wobei der Großteil des Anstiegs auf Mittelzuflüsse (über 16,5 Mio. EUR netto) und auf das positive Jahresergebnis (ca. 2,82 Mio. EUR) zurückzuführen ist.

Der Anteilwert stieg auf 93,79 EUR (Vorjahr: 89,53 EUR), bei einem Zuwachs der umlaufenden Anteile auf 800.729 Stück.

2. Anlagestrategie und Positionierung

Der Fonds verfolgt einen defensiven Multi-Asset-Ansatz mit Fokus auf Renteninstrumente. Die Aktienquote wurde taktisch zwischen 0 % und 10 % gehalten, zum Stichtag jedoch vollständig aufgelöst (0 %).

Gold, inflationsgeschützte Anleihen und Geldmarktinstrumente wurden ebenfalls flexibel beigemischt.

Die Anlage erfolgt nahezu ausschließlich über Investmentfonds (insbesondere ETFs und institutionelle Zielfonds), was für Transparenz und Liquidität sorgt.

Die größten Positionen lagen überwiegend in globalen Rentenfonds wie Robeco QI Global Dynamic Duration, Xtrackers Global Government Bonds, und Amundi JPM GBI Government Bonds – jeweils mit Anteilen über 15 % des Fondsvolumens.

3. Risiko- und Liquiditätsmanagement

Der Fonds unterliegt einem konsequenten Risikomanagement nach dem Value-at-Risk-Modell. Die durchschnittliche Auslastung des VaR-Limits betrug 109 %, was auf eine moderate Nutzung des Risikobudgets hindeutet.

Eine Hebelwirkung wurde mit durchschnittlich 100 % angegeben – es wurden jedoch keine Derivate eingesetzt.

Die Gesamtkostenquote (TER) liegt mit 0,63 % auf einem investorenfreundlichen Niveau. Auch die Transaktionskosten von 44.249 EUR erscheinen angesichts des Fondsvolumens angemessen.

4. Chancen und Risiken aus Sicht der Anleger

Chancen: Der Fonds ermöglicht eine breite Diversifikation globaler Rentenmärkte mit aktiver taktischer Steuerung durch erfahrenes Portfoliomanagement. Die Performance zeigt, dass auch in einem vorsichtigen Setup attraktive Renditen realisierbar sind.

Risiken: Wie bei Fonds mit Fondsstruktur bestehen indirekte Managementrisiken über die Zielfonds. Zudem können in volatilen Marktphasen auch die scheinbar sicheren Rentenpapiere empfindlich reagieren. Die Aufnahme von Krediten (über 7 Mio. EUR) ist ebenfalls ein Punkt, den Anleger im Blick behalten sollten.

5. Nachhaltigkeit und Transparenz

Obwohl Nachhaltigkeitsrisiken berücksichtigt werden, bewirbt der Fonds keine ESG-Merkmale im Sinne der EU-Offenlegungsverordnung (Artikel 6).

Positiv zu bewerten ist die hohe Transparenz hinsichtlich Kosten, Portfoliozusammensetzung und Bewertungsmethoden.

Fazit:

Der HAL Systematic Multi Asset Defensive Fonds hat im Geschäftsjahr 2024/25 seine defensive Ausrichtung mit einer überdurchschnittlichen Performance verbunden. Für konservative Anleger, die auf Kapitalerhalt mit leichtem Wachstum setzen und Wert auf systematische Steuerung und Kosteneffizienz legen, bleibt der Fonds eine attraktive Option.

Das Managementteam überzeugt durch ein konsequentes Risikomanagement, eine klare Strategie und eine disziplinierte Umsetzung – ohne spekulative Ausreißer.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Zu wenig Medizinstudienplätze: Nachwuchs reicht nicht für die Versorgung

Next Post

Britische Inflation steigt auf Rekordhoch