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Hohe Kaffeepreise: Immer mehr Deutsche kaufen in den Niederlanden ein

PublicDomainPictures (CC0), Pixabay

Die steigenden Kaffeepreise in Deutschland treiben immer mehr Verbraucher ins Ausland – allen voran in die Niederlande. Dort ist Kaffee in vielen Supermärkten deutlich günstiger, und das macht sich vor allem für Vieltrinker und Großfamilien bemerkbar.

Preisunterschiede spürbar

Während in deutschen Discountern und Supermärkten der Kilopreis für Markenkaffee teils die 20-Euro-Marke überschreitet, bekommen Kunden in den Niederlanden denselben Kaffee oft für einige Euro weniger. Selbst unter Berücksichtigung der Fahrtkosten lohnt sich für viele der Einkauf – besonders für Menschen, die in der Nähe der Grenze wohnen.

Gründe für die Preisunterschiede

Fachleute nennen mehrere Faktoren für die Preisunterschiede:

  • Niedrigere Mehrwertsteuer auf Kaffee in den Niederlanden

  • Andere Handelsabkommen mit Importländern

  • Häufigere Rabattaktionen im niederländischen Einzelhandel

Hinzu kommt, dass der niederländische Markt traditionell eine hohe Kaffeekultur pflegt – das sorgt für stärkeren Wettbewerb und niedrigere Preise.

Einkaufs-Tourismus nimmt zu

Grenzstädte wie Enschede, Venlo oder Groningen berichten von einem deutlichen Anstieg deutscher Kundschaft. Viele verbinden den Kaffeekauf mit einem Wochenendausflug und decken sich gleich für mehrere Monate ein.
Einige Händler bieten sogar spezielle Mengenrabatte an, wenn Kunden große Vorratspackungen mitnehmen.

Kritik aus der deutschen Wirtschaft

Deutsche Einzelhändler sehen die Entwicklung mit Sorge. Sie warnen, dass der zunehmende Einkaufstourismus heimische Geschäfte schwäche und langfristig Arbeitsplätze gefährden könne. Verbraucherschützer hingegen betonen, dass die Kunden das Recht hätten, dort einzukaufen, wo sie die besten Konditionen bekommen.

Prognose: Preise bleiben hoch

Experten rechnen nicht mit einer schnellen Entspannung. Gründe dafür sind unter anderem hohe Rohstoffpreise an den internationalen Börsen, gestiegene Transportkosten und die anhaltende Inflation. Für viele Kaffeeliebhaber dürfte der Griff ins Nachbarland also auch in Zukunft attraktiv bleiben.

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