Ein dramatischer Unfall hat am Montagabend den Jahrmarkt in Jever überschattet. Eine 18 Jahre alte Frau ist während der Fahrt aus einem Fahrgeschäft gefallen und dabei rund drei Meter in die Tiefe gestürzt. Sie erlitt schwere Verletzungen und wurde noch am Unglücksort von Notärzten und Rettungskräften erstversorgt, bevor sie in ein Krankenhaus gebracht wurde.
Unfall während laufender Fahrt
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Sturz gegen Abend, als das Fahrgeschäft in voller Bewegung war. Die junge Frau saß demnach in einer Gondel, als sie plötzlich aus dem Sitz geschleudert wurde. Sie schlug auf dem harten Boden auf und blieb zunächst regungslos liegen.
Sicherheitsbügel im Fokus
Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Sicherheitsbügel möglicherweise nicht korrekt eingerastet war. Ob dieser vor Fahrtbeginn nicht richtig geschlossen oder während der Fahrt verrutscht ist, wird derzeit geprüft. Technische Defekte, menschliches Versagen oder auch ein Fehlverhalten der Fahrgäste selbst sind bisher nicht ausgeschlossen.
Fahrgeschäft stillgelegt
Das betroffene Fahrgeschäft wurde umgehend stillgelegt. Spezialisten der Unfallforschung und Technischen Überwachung (TÜV) sollen es nun auf mögliche Mängel untersuchen. Auch der Betreiber wird befragt, ob und wie oft die vorgeschriebenen Sicherheitskontrollen durchgeführt wurden.
Zeugen unter Schock
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher des Jahrmarkts wurden Zeugen des Unglücks. Viele beschrieben die Situation als „völlig surreal“. Ein Augenzeuge sagte:
„Man hat plötzlich einen Schrei gehört – und dann lag sie schon unten. Alles ging so schnell.“
Sanitäter und ein Notarzt waren innerhalb weniger Minuten vor Ort. Die 18-Jährige war ansprechbar, konnte sich jedoch kaum bewegen.
Ermittlungen der Polizei
Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland hat die Ermittlungen aufgenommen. Neben der Frage nach der technischen Sicherheit des Fahrgeschäfts soll auch geprüft werden, ob die Sicherheitsvorschriften vom Betreiber und dem Personal eingehalten wurden.