Im baden-württembergischen Mosbach ist ein Prozess mit brisanten Hintergründen zu Ende gegangen. Vier Mitglieder einer Familie, die mutmaßlich der „Reichsbürger“-Szene angehören, wurden vom Landgericht zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die Vorwürfe wogen schwer: Waffenbesitz in erheblichem Umfang und illegaler Drogenanbau.
Nach Angaben einer Gerichtssprecherin sprach die Kammer die Mutter der Familie frei. Gegen die übrigen Angeklagten jedoch sah sie die Beweise als erdrückend an. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft Karlsruhe hatten die Deutschen Zugriff auf mehr als neun Schusswaffen, darunter ein Schnellfeuergewehr – eine Waffe, deren Besitz in Privathand in Deutschland besonders streng reglementiert ist.
Hinzu kam ein weiterer Fund: Zwei der Angeklagten sollen in größerem Stil Cannabis angebaut haben – insgesamt 38 Pflanzen. Die Bewährungsstrafen fallen für die Familie glimpflich aus, doch der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Gefahr, die von radikalisierten Gruppen mit Zugang zu Waffen ausgehen kann.