Ein schweres Unglück hat sich am Montagmittag im idyllischen Kurort Bad Zwischenahn im Landkreis Ammerland ereignet: An einem beschrankten Bahnübergang kam es zu einem tragischen Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Regionalzug – zwei Menschen verloren dabei ihr Leben.
Ersten Ermittlungen zufolge ereignete sich der Unfall kurz nach 12 Uhr auf einer vielbefahrenen Strecke unweit des Zwischenahner Meeres. Augenzeugen berichten von einem lauten Knall, als der Zug mit voller Wucht in das Auto raste, das sich offenbar noch auf den Gleisen befand. Die Insassen – ein Mann und eine Frau – konnten nicht mehr gerettet werden. Sie verstarben noch an der Unfallstelle trotz rasch eingeleiteter Reanimationsversuche durch die alarmierten Rettungskräfte.
Wie viele Menschen sich im Zug befanden und ob es unter ihnen Verletzte gab, ist bislang nicht abschließend geklärt. Die betroffenen Fahrgäste wurden in Sicherheit gebracht und der Zug anschließend evakuiert. Für sie endete die Fahrt abrupt – mit schockierenden Bildern, die viele so schnell nicht vergessen werden.
Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab. Feuerwehr, Notfallseelsorger, Rettungsdienste und Spezialkräfte der Deutschen Bahn waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Ein Polizeisprecher sprach von einer „hoch emotionalen und belastenden Lage“ für alle Beteiligten.
Noch ist völlig unklar, wie es zu dem folgenschweren Zusammenstoß kommen konnte. Die Schrankenanlage am Bahnübergang sei nach ersten Hinweisen ordnungsgemäß in Betrieb gewesen. Ob ein technischer Defekt, menschliches Versagen oder ein medizinischer Notfall ursächlich war, ist nun Gegenstand kriminaltechnischer Untersuchungen.
Die Bahnstrecke zwischen Oldenburg und Leer wurde vollständig gesperrt, der Bahnverkehr ist bis auf Weiteres eingestellt. Ersatzverkehre wurden eingerichtet, es kommt dennoch zu erheblichen Verzögerungen.
Bad Zwischenahn, ein Ort, der sonst für seine Ruhe, das Zwischenahner Meer und die heilklimatische Luft bekannt ist, wurde heute Schauplatz eines erschütternden Ereignisses. Die Ermittlungen dauern an. Die Identität der Verstorbenen soll aus Rücksicht auf die Angehörigen erst nach deren offizieller Benachrichtigung bekannt gegeben werden.