Ein Fischkutter vor Helgoland ist bei einer Kontrolle durch die Wasserschutzpolizei mit einem illegalen Fang erwischt worden: Trotz geltender Schonzeit hatte das Schiff rund 250 Kilogramm Hummer an Bord. Die Tiere wurden noch an Ort und Stelle wieder in die Nordsee entlassen.
Die Kontrolle erfolgte am Montag im Fanggebiet rund um Deutschlands einzige Hochseeinsel. Aktuell gilt für den Europäischen Hummer (Homarus gammarus) eine gesetzlich festgelegte Schonzeit bis Ende August, in der die Tiere nicht befischt oder angelandet werden dürfen, um die Bestände zu schonen und die Reproduktion zu sichern.
Der Schiffsführer des Kutters muss nun mit Konsequenzen rechnen: Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Laut Behördenangaben droht ein „nicht unerhebliches Bußgeld“.
Hummer sind in der Nordsee besonders schutzbedürftig, da ihre Bestände durch frühere Überfischung stark zurückgegangen sind. Auch Helgoland gilt als eines der letzten stabilen Rückzugsgebiete für diese Tiere. Der Fang während der Schonzeit wird daher streng geahndet – nicht nur aus rechtlichen, sondern auch aus artenschutzpolitischen Gründen.