Mehrere Städte und Landkreise in Sachsen-Anhalt und Thüringen sind am Montag Opfer eines mutmaßlichen koordinierten Cyberangriffs geworden. Die Internetauftritte – darunter die Seiten der Stadt Magdeburg, des Burgenlandkreises, sowie der Städte Halberstadt und Erfurt – waren zeitweise nicht erreichbar.
Ein Sprecher der Stadt Erfurt erklärte, dass es sich um eine sogenannte DDoS-Attacke (Distributed Denial of Service) handelte. Dabei werden Webseiten gezielt mit einer massiven Zahl automatisierter Anfragen überlastet, sodass die Server kollabieren und die Seiten nicht mehr erreichbar sind.
Die Stadt Magdeburg meldete am Vormittag, ihre Webseite sei wieder online. Auch bei den anderen betroffenen Kommunen wurden die Seiten nach und nach wiederhergestellt. Die technischen Teams arbeiteten daran, die Systeme zu stabilisieren und mögliche Schwachstellen abzusichern.
Woher die Angriffe stammen, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Hinweise auf eine konkrete Urheberschaft – ob kriminelle Gruppen, Aktivisten oder staatlich gelenkte Akteure – gibt es bislang nicht. Die Vorfälle reiht sich jedoch ein in eine zunehmende Zahl von Cyberangriffen auf öffentliche Verwaltungen in Deutschland.
Experten warnen seit längerem vor der steigenden Bedrohung durch digitale Attacken auf die öffentliche Infrastruktur – insbesondere auf kommunaler Ebene, wo Schutzmaßnahmen oft nicht ausreichend sind. Die betroffenen Städte prüfen nun gemeinsam mit Landes- und Bundesbehörden, ob weitergehende Schutzmaßnahmen notwendig sind.