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Wasserlauf in Atommülllager Asse entdeckt – erster Durchbruch bei Ursachenforschung

rabedirkwennigsen (CC0), Pixabay

Im maroden Atommülllager Asse II bei Wolfenbüttel ist den Experten ein erster wichtiger Schritt gelungen: Bei einer der Erkundungsbohrungen in etwa 650 Metern Tiefe stießen Bergleute auf einen nennenswerten Wasserstrom. Die Entdeckung könnte Aufschluss über die Herkunft des täglich einströmenden Salzwassers geben, das seit Jahren ein erhebliches Risiko für die Sicherheit des Lagers darstellt.

Rund 12.000 Liter salzhaltiges Wasser pro Tag fließen in das frühere Salzbergwerk, in dem seit den 1960er-Jahren etwa 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven sowie chemischen Abfällen eingelagert wurden. Das Eindringen des Wassers gefährdet die Stabilität des Bergwerks massiv – es besteht die Gefahr, dass das Lager volläuft und einstürzt, was im schlimmsten Fall zu einem Austritt radioaktiver Stoffe führen könnte.

Die Entdeckung des Wasserlaufs sei laut Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ein bedeutender Meilenstein, da bisher unklar war, woher das Salzwasser überhaupt stammt. Die Erkenntnisse aus den aktuellen Bohrungen könnten nun dazu beitragen, künftige Sicherungsmaßnahmen gezielter zu planen und die langfristige Strategie zur Bergung der Fässer voranzutreiben.

Die Rückholung des Atommülls gilt als eine der größten Herausforderungen der deutschen Endlagerpolitik. Sie ist notwendig, um das Risiko für Umwelt und Bevölkerung zu minimieren, zieht sich jedoch wegen technischer, logistischer und sicherheitstechnischer Hürden seit Jahren hin. Die neue Entdeckung könnte nun frischen Schwung in das aufwendige Verfahren bringen.

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