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Kindeswohlgefährdung: Thüringen meldet Rekordzahl an Verdachtsfällen

The_Shire_Hobbit (CC0), Pixabay

In Thüringen ist die Zahl der gemeldeten Kindeswohlgefährdungen im vergangenen Jahr auf einen neuen Höchststand gestiegen. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, wurden 2024 insgesamt mehr als 4.900 Verfahren durch die Jugendämter eingeleitet – so viele wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 2012.

In fast 1.700 Fällen bestätigte sich der Verdacht auf eine akute Gefährdung des Kindeswohls – das entspricht etwa jedem dritten geprüften Fall.

Vernachlässigung bleibt häufigste Form der Gefährdung

Die häufigsten Hinweise betrafen laut Landesamt Vernachlässigung, gefolgt von körperlicher und psychischer Misshandlung. Auch Hinweise auf sexualisierte Gewalt wurden in mehreren Fällen geprüft.

Die Gründe für den Anstieg der Verdachtsmeldungen könnten vielfältig sein. Fachleute sehen darin unter anderem eine höhere Sensibilität in der Gesellschaft sowie ein besseres Meldeverhalten von Schulen, Kitas und Nachbarschaften.

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