Der Autobauer Audi hat im ersten Halbjahr 2025 einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Wie das zum Volkswagen-Konzern gehörende Unternehmen mitteilte, lag der Nachsteuergewinn bei rund 1,3 Milliarden Euro – ein Rückgang von 37,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
US-Zölle drücken das Ergebnis
Als Hauptgrund nennt Audi die seit dem Frühjahr geltenden erhöhten US-Einfuhrzölle auf europäische Fahrzeuge, die das Unternehmen eigenen Angaben zufolge mit etwa 600 Millionen Euro belastet haben. Diese Zölle treffen vor allem höherpreisige Modelle, bei denen Audi stark im US-Markt vertreten ist.
„Der internationale Handel wird für europäische Hersteller zunehmend schwieriger – insbesondere bei Premiumfahrzeugen“, erklärte ein Unternehmenssprecher. Audi prüfe derzeit strategische Anpassungen, etwa in der Lieferkette und Fertigung für den US-Markt.
Konzernumbau verursacht hohe Kosten
Zusätzlich belastet der laufende Konzernumbau das Ergebnis. Im Rahmen eines Effizienzprogramms streicht Audi weltweit Tausende Stellen, investiert gleichzeitig massiv in Elektromobilität, Digitalisierung und neue Plattformen. Diese Restrukturierungsmaßnahmen schlagen sich ebenfalls deutlich in den Kosten nieder.
Trotz des Rückgangs zeigt sich Audi langfristig optimistisch. Ziel sei es, durch den Umbau zukunftsfähiger zu werden und die Rendite mittelfristig wieder zu steigern.
Absatz stabil – Ausblick verhalten
Beim Fahrzeugabsatz konnte Audi im ersten Halbjahr weitgehend stabile Zahlen vorweisen, die Aussichten für das Gesamtjahr bleiben allerdings verhalten. Die konjunkturelle Unsicherheit, geopolitische Spannungen und regulatorische Herausforderungen setzen der gesamten Branche weiter zu.