Bei den laufenden Löscharbeiten gegen schwere Waldbrände in der türkischen Provinz Bursa sind am Wochenende drei Menschen ums Leben gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldet, kamen sie bei einem Unfall mit einem Wassertankwagen ums Leben, der im Rahmen der Löscheinsätze eingesetzt wurde. Nähere Details zum Unfallhergang wurden zunächst nicht bekannt.
Brände bedrohen Dörfer und Infrastruktur
Die Brände in der nordwesttürkischen Region wüten bereits seit mehreren Tagen und gelten weiterhin als nicht unter Kontrolle. Besonders betroffen ist ein weitläufiges Waldgebiet rund um die Stadt Mustafakemalpaşa. Starke Winde erschweren die Löscharbeiten erheblich und entfachen die Feuer immer wieder neu, wie die Einsatzkräfte berichten.
Rettungsteams, Feuerwehr, Militär und freiwillige Helfer sind im Dauereinsatz, um eine Ausbreitung auf bewohnte Gebiete zu verhindern. Einige Dörfer mussten bereits vorsorglich evakuiert werden.
Regierung mobilisiert zusätzliche Kräfte
Die türkischen Behörden haben zusätzliche Löschflugzeuge und Hubschrauber in die Region entsandt. Auch im benachbarten Balıkesir und in Teilen der Provinz Çanakkale wurden kleinere Brandherde gemeldet, die ebenfalls unter Beobachtung stehen.
Innenminister Ali Yerlikaya äußerte sein Beileid gegenüber den Angehörigen der Verunglückten und kündigte eine Unfalluntersuchung an. Zugleich betonte er, dass die Regierung alles unternehme, um die Brände rasch einzudämmen und die Bevölkerung zu schützen.