Der Jahresbericht des Aachener Spar- und Stiftungs-Fonds zum 31. März 2025 offenbart ein Bild der Stabilität in einem von Unsicherheit geprägten Marktumfeld. Für Anleger zeigt sich ein Fonds mit langfristigem Immobilienfokus, konstantem Ausschüttungsniveau und konservativer Risikopolitik – jedoch mit leicht rückläufiger Performance und sinkendem Fondsvolumen.
1. Rendite & Wertentwicklung
Die BVI-Rendite für das Berichtsjahr liegt bei 2,3 %, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr (3,0 %), jedoch weiterhin positiv.
Die Wertentwicklung je Anteil betrug lediglich +0,48 EUR (von 108,00 auf 108,48 EUR), was auf ein verhaltenes Wachstum hindeutet.
Seit Auflegung (2011) liegt die BVI-Rendite kumuliert bei 42,5 %, also 2,6 % p.a. – solide, aber nicht überdurchschnittlich.
2. Ausschüttung & Wiederanlage
Die Ausschüttung blieb stabil bei 2,00 EUR je Anteil. Das entspricht einer Ausschüttungsrendite von 1,9 %.
Die Möglichkeit der kostenfreien Wiederanlage (ohne Ausgabeaufschlag bis 30.09.2025) schafft für Anleger zusätzlichen Mehrwert.
3. Fondsstruktur & Portfolioqualität
Das Fondsvolumen sank leicht auf 200,3 Mio. EUR (Vorjahr: 202,4 Mio. EUR). Ursache sind Nettomittelabflüsse (−3 Mio. EUR) und abgeschriebene Anschaffungskosten.
Das Portfolio umfasst 19 Immobilien an hochwertigen innerstädtischen Lagen, davon 4 Objekte im Ausland.
Die Vermietungsquote stieg auf 98,3 % – ein sehr guter Wert, der für eine starke Nachfrage spricht.
4. Risikobetrachtung
Die Fremdkapitalquote bleibt moderat bei 25,6 %, was für eine solide Finanzierungsstruktur spricht.
Es bestehen geringe Währungsrisiken (nur 0,4 % des Nettovermögens), die durch „Natural Hedge“ abgefedert werden.
Der Bericht nennt u. a. Adressenausfall-, Zins- und Nachhaltigkeitsrisiken, die jedoch aktiv überwacht und gesteuert werden.
5. Transaktionen & Mietmarkt
Im Geschäftsjahr wurde eine Immobilie verkauft (Köln), kein Neukauf getätigt.
Erfolgreiche Neuvermietungen (z. B. an Deichmann, Snipes, Boggi Milano) und Vertragsverlängerungen (H&M, Universität Rostock) stärken die Ertragssituation.
Die Rendite aus Immobilien lag netto bei 3,2 %, allerdings gingen die Bruttomieterträge leicht zurück (von 4,6 % auf 4,2 %).
6. Ausblick & Markteinschätzung
Der Bericht sieht die Lage der deutschen Wirtschaft weiterhin angespannt. Die Fondsleitung bleibt daher vorsichtig.
Die Assetklasse „Immobilien“ wird aber weiterhin als langfristig wertstabil angesehen, insbesondere angesichts volatiler Kapitalmärkte.
Fazit für Anleger:
Der Aachener Spar- und Stiftungs-Fonds präsentiert sich als konservativer, langfristig orientierter Immobilienfonds mit hoher Bestandsqualität und geringen Risiken. Die Ausschüttung ist stabil, das Risiko überschaubar, doch das Wachstumspotenzial ist begrenzt. Für risikoaverse Anleger mit langfristigem Anlagehorizont bleibt der Fonds eine verlässliche Anlageoption – große Renditesprünge sind jedoch nicht zu erwarten.