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Stabile Ausschüttung in bewegtem Umfeld – Der RIV Zusatzversorgung Fonds aus Anlegersicht

geralt (CC0), Pixabay

Analyse des Jahresberichts 2024/25 der RIV Zusatzversorgung (ISIN: DE000A2JJ1J2)

1. Fondskonzept und Anlagepolitik:
Der RIV Zusatzversorgung ist ein global anlegender Aktienfonds mit dem Ziel, jährlich eine inflationsindexierte Ausschüttung zu bieten, Kaufkrafterhalt sicherzustellen und langfristig Kapitalwachstum zu erzielen. Er ist besonders auf sicherheitsbewusste, einkommensorientierte Anleger mit langfristigem Horizont ausgerichtet, die regelmäßige Erträge schätzen und Marktschwankungen akzeptieren können.

2. Wertentwicklung:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 erreichte der Fonds eine solide Performance von +7,23 %. Seit Auflage konnte der Fonds – trotz negativer Jahre (z. B. -17,61 % in 2019/20) – insgesamt ein positives Ergebnis liefern, was seine Widerstandsfähigkeit unter Beweis stellt.

3. Ausschüttungspolitik:
Die Ausschüttung je Anteil stieg planmäßig auf 3,11 EUR, inflationsindexiert entsprechend der VPI-Veränderung. Damit bleibt der Fonds seinem Anspruch treu, ein planbares Einkommen zu bieten – auch in einem inflationär geprägten Marktumfeld.

4. Portfoliozusammensetzung und Risikomanagement:

Aktienquote: 91,49 % – sehr aktienlastig, passend zur Strategie.

Geografisch breit gestreut – stärkste Länder: USA (20,25 %), Deutschland (10,19 %), Großbritannien (8,86 %).

Sektorengewichtung: Hohe Allokation in Materialien (18,92 %), Industriegüter (17,88 %) und IT (16,30 %).

Einzeltitel mit Höchstgewichtung: Rolls Royce Holdings (4,00 %), Deutsche Telekom (2,70 %), Iberdrola (2,47 %).

Das Fondsmanagement verzichtet konsequent auf Derivate, Zertifikate oder Leerverkäufe. Es werden keine Währungsabsicherungen vorgenommen – stattdessen wird auf natürliche Diversifikation gesetzt.

5. Kostenstruktur:
Die reale Gesamtkostenquote (RTER) lag bei 1,40 % – im Vergleich zu ähnlichen aktiv verwalteten Aktienfonds ein wettbewerbsfähiger Wert. Es gibt keine Performance-Fee oder versteckte Produktkosten.

6. Kapitalentwicklung:
Das Fondsvermögen stieg um rund 18 % auf 19,0 Mio. EUR (Vorjahr: 16,1 Mio. EUR), was auf positive Mittelzuflüsse und Wertzuwachs zurückzuführen ist. Die Zahl der umlaufenden Anteile wuchs ebenfalls um über 13 %.

7. Chancen und Risiken:
Der Fonds profitiert von seiner klaren Strategie, breiten Diversifikation und Transparenz. Dennoch birgt die hohe Aktienquote auch erhöhte Marktrisiken, die durch das Vermeiden von Klumpenrisiken und Liquiditätsengpässen abgefedert werden sollen. Der Verzicht auf Hedging kann in Währungskrisen negativ wirken, schützt aber langfristig vor hohen Sicherungskosten.

8. Nachhaltigkeit:
Der Fonds erfüllt nicht die Kriterien der EU-Offenlegungsverordnung (Artikel 8/9), da er sich bewusst gegen eine ESG-Zertifizierung ausspricht. Stattdessen verweist man auf eigene Nachhaltigkeitskriterien und gesunden Menschenverstand – eine Entscheidung, die bei bestimmten Anlegergruppen auf Zustimmung, bei ESG-orientierten Anlegern jedoch auf Ablehnung stoßen könnte.

9. Fazit für Anleger:
Der RIV Zusatzversorgung Fonds eignet sich für einkommensorientierte, langfristige Anleger, die auf planbare und inflationsgeschützte Ausschüttungen Wert legen, bereit sind, Aktienmarktschwankungen zu akzeptieren und eine transparente, konservative Fondsstruktur schätzen. Die Performance ist solide, die Kostenstruktur diszipliniert, das Portfoliomanagement klar und nachvollziehbar. Für kurzfristige Spekulationen ist der Fonds nicht geeignet, für planvolle Vermögenssicherung im Alter hingegen durchaus attraktiv.

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