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Dutzende Tote nach Bootsunglück in Vietnams Ha Long-Bucht

geralt (CC0), Pixabay

Bei einem schweren Bootsunglück in der nordvietnamesischen Ha Long-Bucht sind mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen, mehrere weitere werden noch vermisst. Das teilten die vietnamesischen Grenzschutzbehörden und die Marine am Samstag mit. Das Unglück ereignete sich während eines plötzlichen Unwetters.

Das Ausflugsboot „Wonder Seas“ mit insgesamt 53 Menschen an Bord war offenbar in einen Sturm geraten und kenterte kurz darauf. Augenzeugen berichteten von plötzlich aufziehenden dunklen Wolken, Hagelkörnern „so groß wie Zehen“, heftigem Regen und Gewittern.

Die meisten Passagiere waren vietnamesische Familien aus der Hauptstadt Hanoi, die die beliebte Touristenregion besuchten. Laut Medienberichten sind unter den Todesopfern mindestens acht Kinder. Elf Personen konnten bislang lebend aus dem Wasser gerettet werden – darunter ein zehnjähriger Junge, der nach eigenen Angaben in einer Lufttasche im umgestürzten Boot überlebte.

„Ich habe tief eingeatmet, bin getaucht und dann nach oben geschwommen. Ich habe um Hilfe gerufen und wurde von einem Boot herausgezogen“, sagte der Junge gegenüber vietnamesischen Staatsmedien.

Die Rettungsarbeiten werden durch anhaltenden Regen erschwert, sollen aber laut Behörden bis in die Nacht andauern. Der vietnamesische Premierminister Pham Minh Chinh sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus und kündigte eine umfassende Untersuchung des Vorfalls an. Verstöße würden „streng geahndet“, so ein Regierungssprecher.

Die Ha Long-Bucht in der Provinz Quang Ninh zählt zum UNESCO-Welterbe und zieht jährlich Millionen Touristen an. Das Gebiet ist bekannt für seine hunderten kleinen Kalksteininseln – aber auch für schnell wechselnde Wetterverhältnisse, die für Schifffahrt und Tourismus gefährlich werden können.

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