Die Energiewende in Deutschland bekommt neuen Schwung: Der Ausbau der Windenergie an Land hat im ersten Halbjahr 2025 deutlich zugelegt – und markiert einen Meilenstein in der jüngeren Entwicklung der erneuerbaren Energien. Nach vorläufigen Zahlen wurden bundesweit 409 neue Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 2,2 Gigawatt in Betrieb genommen. Das entspricht einem Zuwachs von rund zwei Dritteln gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr und stellt den besten Halbjahreswert seit 2017 dar.
Diese erfreuliche Bilanz geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des Bundesverbands Windenergie und des Fachverbands VDMA Power Systems hervor. Beide Organisationen sehen darin ein klares Zeichen dafür, dass der stockende Ausbau der vergangenen Jahre überwunden werden könnte – zumindest vorerst.
Spitzenreiter beim Zubau war Nordrhein-Westfalen, wo die meisten neuen Anlagen ans Netz gingen. Auf dem zweiten Platz folgt Niedersachsen, ein langjähriger Windenergie-Hotspot. Diese beiden Länder setzen damit wichtige Impulse für den flächendeckenden Ausbau der Windkraft in Deutschland.
Branchenvertreter werten die Zahlen als Erfolg jahrelanger politischer und planerischer Anstrengungen. Vereinfachte Genehmigungsverfahren, mehr ausgewiesene Flächen und ein wachsendes gesellschaftliches Bewusstsein für den Klimaschutz tragen offenbar erste Früchte. Gleichzeitig mahnen sie: Um die ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, müsse dieser positive Trend nicht nur gehalten, sondern weiter beschleunigt werden.
Die aktuellen Zahlen senden jedenfalls ein klares Signal: Die Windenergie ist zurück im Aufwind – und spielt eine zentrale Rolle auf dem Weg zu einer klimaneutralen Energiezukunft.