Zwanzig Jahre nach seinem legendären Knebworth-Auftritt kehrt Robbie Williams auf die große Bühne zurück – und er liefert. Am Samstag im Wiener Ernst-Happel-Stadion seilt er sich erneut kopfüber ab, wie einst 2003, als alles größer, lauter, wilder war. Doch diesmal wirkt es reifer – fast zärtlich.
Was geblieben ist: sein Charisma, seine Selbstironie, seine Fähigkeit, Massen gleichzeitig zu bewegen und zum Lachen zu bringen. Robbie spielt Hits wie „Let Me Entertain You“, „Rock DJ“, „Kids“, unterbricht sich selbst, wenn keiner den zweiten Vers kennt, und ruft: „Let’s fly our cringe flags up!“ – nichts ist ihm zu peinlich, weil ihm nichts peinlich ist. Genau das macht ihn so nahbar.
Er spricht über Angststörungen, seinen gescheiterten Umgang mit Ruhm, über Coldplay und seine Familie. Der Film Better Man – gefloppt, aber ehrlich – hat das Fundament für dieses Comeback gelegt. Robbie war nie der makellose Held. Er war der, der sich selbst auf der Bühne suchte. Und das macht ihn zum „King of Entertainment“ – nicht trotz, sondern wegen seiner Fehler.
Am 14. September ist er wieder in Österreich, in Klagenfurt. Wer hingeht, weiß: Es gibt keine halben Abende mit Robbie. Nur ganze.