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Kanadische Soldaten unter Terrorverdacht – Vier Männer wegen extremistischer Landnahmepläne in Québec angeklagt

jorono (CC0), Pixabay

In Kanada wurden vier Männer festgenommen und angeklagt, darunter zwei aktive Mitglieder der kanadischen Streitkräfte, wie die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) am Dienstag mitteilte. Ihnen wird die Beteiligung an einem mutmaßlich ideologisch motivierten, gewaltsamen Extremismus vorgeworfen.

Nach Angaben der RCMP sollen drei der Verdächtigen, alle in ihren Zwanzigern, geplant haben, eine regierungskritische Miliz aufzubauen und damit gewaltsam Land in der Region Québec-Stadt zu besetzen.

Um dieses Ziel zu erreichen, nahmen die Männer laut Polizei an militärischen Trainings, Schießübungen, Überlebens- und Navigationskursen sowie Aufklärungseinsätzen teil. Dabei wurden unter anderem verbotene Schusswaffen, hochkapazitive Magazine und taktische Ausrüstung verwendet. Die drei Männer wurden wegen der Förderung terroristischer Aktivitäten angeklagt.

Ein vierter Mann in den Dreißigern sieht sich einer Reihe von Anklagen im Zusammenhang mit Waffen- und Sprengstoffdelikten gegenüber.

Die vier Angeklagten erschienen am Dienstag vor Gericht in Québec-Stadt. Laut CNN wird derzeit versucht, rechtliche Vertreter der Männer zu erreichen.

Bei einer großangelegten Durchsuchung im Januar 2024 hatten die Behörden 83 Schusswaffen, 16 Sprengsätze, 130 Magazine, 11.000 Schuss Munition, Nachtsichtgeräte sowie militärische Ausrüstung sichergestellt.

Laut RCMP-Sprecher Corporal Erique Gasse begann die Ermittlung bereits im März 2023. Die Verdächtigen betrieben demnach einen privaten Instagram-Account, über den sie militärähnliche Trainings in Québec und Ontario bewarben und versuchten, neue Mitglieder für ihre Miliz zu rekrutieren. Die genaue ideologische Motivation sei noch nicht veröffentlicht worden.

Das kanadische Verteidigungsministerium bestätigte, dass zwei der Beschuldigten aktive Soldaten seien und kündigte eine vollständige Kooperation bei den Ermittlungen an. „Die Vorwürfe werden sehr ernst genommen“, hieß es in einer Stellungnahme.

Bereits 2022 hatte ein Regierungsbericht vor einer möglichen Unterwanderung der Streitkräfte durch extremistische Gruppen gewarnt und dies als „dringendes moralisches, soziales und operationelles Problem“ bezeichnet.

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