Wer in diesen Tagen mit dem Zug zwischen der Hauptstadt und der bayerischen Metropole unterwegs ist, braucht starke Nerven – und viel Zeit im Gepäck. Nach Angaben der Deutschen Bahn müssen sich Fahrgäste bis voraussichtlich Donnerstag auf erhebliche Verspätungen einstellen.
Hintergrund ist ein Brand in einer Unterführung in Oberfranken, der eine wichtige Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Erfurt lahmgelegt hat. Die Folge: ICE-Züge werden in beiden Richtungen großräumig umgeleitet. Für Reisende bedeutet das bis zu 90 Minuten längere Fahrtzeiten – eine zusätzliche Geduldsprobe auf einer ohnehin viel genutzten Strecke.
Doch damit nicht genug: Neben den Umleitungen kommt es auch zu Ausfällen. So entfallen einzelne IC-Verbindungen zwischen Nürnberg und Leipzig sowie zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Gera. Die Bahn bittet Reisende, ihre Verbindungen unbedingt vorab zu prüfen und mehr Zeit einzuplanen.
Gerade die Schnellstrecke Berlin–München zählt zu den wichtigsten Nord-Süd-Achsen im deutschen Bahnverkehr. Täglich sind dort tausende Passagiere unterwegs – ob Pendler, Touristen oder Geschäftsreisende. Entsprechend groß ist das Chaos, das die Streckensperrung nun auslöst.
Die Deutsche Bahn verspricht, den Schaden schnellstmöglich zu beheben. Doch bis die Züge wieder wie gewohnt rollen, bleibt nur eins: Nerven bewahren – und den Umweg als ungewollte Entschleunigung auf der Reise zwischen Spree und Isar sehen.