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Warken wirbt für private Pflegevorsorge – Beitragssätze sollen stabil bleiben

Rollstein (CC0), Pixabay

Bundesgesundheitsministerin Julia Warken hat Pflegeversicherte eindringlich dazu aufgerufen, sich zusätzlich privat abzusichern. Im Morgenmagazin von ARD und ZDF betonte die CDU-Politikerin, private Vorsorge sei notwendig, um die steigenden Kosten im Alter abzufedern und gleichzeitig die Beitragssätze der gesetzlichen Pflegeversicherung im Zaum zu halten.

„Wir brauchen die private Zusatzvorsorge, damit die Pflegeversicherung langfristig finanzierbar bleibt“, erklärte Warken kurz vor der ersten Sitzung einer neuen Regierungskommission zur dringend notwendigen Pflegereform.

Doch auch mit mehr Eigenverantwortung der Versicherten werde man nicht um eine Finanzspritze des Bundes herumkommen, so die Ministerin weiter. Und sie machte deutlich: „Ohne Leistungskürzungen wird es vermutlich nicht gehen.“

Der Reformdruck ist groß: Der Bundesrechnungshof warnt, dass der Pflegeversicherung bis 2029 ein Defizit von mehr als zwölf Milliarden Euro droht. Grund ist vor allem die stark wachsende Zahl der Pflegebedürftigen – schon heute sind es bundesweit rund 5,6 Millionen Menschen.

Die neue Kommission soll nun Vorschläge erarbeiten, wie das System finanziell tragfähig gestaltet werden kann, ohne die Belastung für Beitragszahler explodieren zu lassen. Klar ist für Warken jedoch schon jetzt: Ohne private Rücklagen wird es für viele im Alter eng.

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