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Axionto wirbt in WhatsApp-Gruppen: BaFin warnt vor dubiosen Anlagetipps ohne Erlaubnis

Visualityswiss (CC0), Pixabay

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt aktuell vor den Aktivitäten der Plattform Axionto, die offenbar gezielt über WhatsApp-Gruppen und direkte Nachrichten Anlegerinnen und Anleger kontaktiert. Dabei geht es um Empfehlungen zur Investition in bestimmte Finanzinstrumente – ein Vorgehen, das laut BaFin nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht.

Besonders bedenklich: Die angeblichen Empfehlungen stammen laut Axionto von einer Person namens Professor Lorenzo Riccardi. Doch: „Von der Existenz dieser Person ist uns nichts bekannt“, so ein Sprecher der BaFin. Auch auf der Website axionto.com fehlen essenzielle Angaben, wie etwa ein Impressum, Angaben zur Rechtsform oder zum Geschäftssitz – ein klares Warnsignal für Verbraucher.

Fehlende Erlaubnis – fehlende Transparenz

In Deutschland dürfen Finanz-, Wertpapier- oder Kryptodienstleistungen nur mit Erlaubnis der BaFin angeboten werden. Unternehmen, die solche Dienste ohne die nötige Zulassung betreiben, verstoßen gegen geltendes Recht. Auch Axionto verfügt nach Angaben der BaFin nicht über eine entsprechende Erlaubnis. Diese Erkenntnisse stützen sich auf § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz sowie § 10 Absatz 7 des Kryptomärkteaufsichtsgesetzes.

Warnung vor unseriösen Werbewegen und Fake-Experten

Axionto nutzt laut BaFin gezielt digitale Kommunikationswege wie WhatsApp, um Vertrauen aufzubauen und potenzielle Anleger mit angeblichen Expertenmeinungen zu überzeugen. Der Name „Professor Lorenzo Riccardi“ soll dabei Seriosität suggerieren, doch weder auf der Website noch in öffentlichen Registern finden sich Belege über seine akademische oder berufliche Existenz.

Verbraucher sollten wachsam sein

Die BaFin rät Anlegerinnen und Anlegern zur besonderen Vorsicht bei vermeintlich lukrativen Angeboten, die über Messenger-Dienste wie WhatsApp verbreitet werden. Vor allem wenn Anbieter nicht transparent auftreten, keine Genehmigung vorweisen können und unbekannte „Experten“ als Aushängeschild nutzen, sollten alle Alarmglocken schrillen.

Auch das Bundeskriminalamt (BKA) und die Landeskriminalämter warnen regelmäßig vor betrügerischen Plattformen und empfehlen, sich bei Internetanlagen gründlich zu informieren, beispielsweise über die BaFin-Unternehmensdatenbank oder den Podcast „Vorsicht, Betrug“ der BaFin, der über typische Maschen im Online-Finanzbetrug aufklärt.

Wer Zweifel hat oder bereits betroffen ist, sollte sich nicht scheuen, rechtlichen Rat einzuholen oder Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

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