Ein großangelegter Schlag gegen organisierten Führerschein-Betrug beschäftigt derzeit Polizei und Staatsanwaltschaft in mehreren Bundesländern. Wie die Ermittler in Heilbronn mitteilten, wurden zahlreiche Razzien durchgeführt – mit Erfolg: Mehrere mutmaßliche Mitglieder einer kriminellen Bande sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.
Falsche Prüflinge für bares Geld
Der Vorwurf: Gegen Bezahlung sollen die Täter Schein-Prüflinge zu theoretischen Führerscheinprüfungen geschickt haben. Anstelle der eigentlichen Fahrschüler legten demnach unbefugte Dritte die Tests ab – ein illegaler Weg, um an die begehrte Fahrerlaubnis zu kommen.
Bargeld, Gold und Luxusautos beschlagnahmt
Die Ermittler durchsuchten Wohnungen und Geschäftsräume in mehreren Bundesländern. Dabei wurden zehntausende Euro Bargeld, Goldmünzen und Luxusautos sichergestellt. Der finanzielle Schaden durch die manipulierten Prüfungen ist noch unklar – er dürfte aber erheblich sein.
Fahndung und weitere Ermittlungen
Die Polizei ermittelt nun gegen ein weit verzweigtes Netzwerk, das offenbar systematisch mit dem Betrug Geld verdient hat. Nach weiteren Verdächtigen wird gefahndet. Auch wird geprüft, wie viele Führerscheine unrechtmäßig ausgestellt wurden.
Die Behörden warnen: Wer bei Führerscheinprüfungen betrügt, riskiert nicht nur eine Geld- oder Freiheitsstrafe, sondern auch die sofortige Entziehung der Fahrerlaubnis.