Ein unsichtbarer Beifahrer sorgt derzeit bei Tausenden Volkswagen-Fahrern für Unruhe: der Airbag. Was eigentlich Sicherheit verspricht, könnte in diesen Tagen zur tödlichen Gefahr werden. Nach Informationen der BILD-Zeitung müssen Besitzer bestimmter VW-Modelle jetzt handeln – und ihren Beifahrerairbag abschalten. Doch damit nicht genug: Der Beifahrersitz muss ab sofort frei bleiben, um jedes Risiko auszuschließen.
Betroffen sind nach jetzigem Stand fünf Modelle, darunter auch Klassiker wie der Polo und der Passat. Der Grund für diese drastische Maßnahme liegt tief in der Geschichte des japanischen Herstellers Takata verborgen. Schon seit Jahren ist bekannt, dass Takata-Airbags mit ernsthaften Mängeln behaftet sind. Weltweit mussten in der Vergangenheit Millionen Fahrzeuge zurückgerufen werden – doch ein tragischer Vorfall hat das Thema nun wieder ins grelle Scheinwerferlicht gezerrt.
Vor rund zwei Wochen kam in Frankreich eine Frau ums Leben, als in ihrem Fahrzeug eine Gaskartusche im Airbag explodierte. Die Folge: ein sofort verhängtes Fahrverbot für 800.000 Autos in unserem Nachbarland. Nun zieht auch Deutschland nach: Laut BILD hat Volkswagen betroffene Kunden schriftlich über die Risiken informiert.
Für viele VW-Fahrer bedeutet das ein beklemmendes Gefühl bei jeder Fahrt. Während Hersteller und Behörden fieberhaft an einer Lösung arbeiten, bleibt den Besitzern nur eines: den Beifahrerplatz leer zu lassen – und darauf zu hoffen, dass der Schutzengel mitfährt.