Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) schlägt Alarm: Der demografische Wandel erschwert zunehmend die Suche nach passenden Stammzellspendern im Kampf gegen Blutkrebs.
Wie DKMS-Geschäftsführer Stephan Schumacher erklärte, wurden zwar seit Jahresbeginn 150.000 neue Spender registriert, gleichzeitig schieden jedoch ebenso viele Menschen altersbedingt aus der Datei aus. Grund dafür: Stammzellspenden sind nur zwischen dem 18. und 61. Geburtstag möglich – wer älter ist, wird automatisch aus der Datei genommen.
Immer mehr scheiden altersbedingt aus
Die wachsende Zahl älterer Menschen in Deutschland wirkt sich damit direkt auf den Spenderpool aus. Für Patientinnen und Patienten, die auf eine lebensrettende Stammzelltransplantation angewiesen sind, wird es dadurch schwieriger, einen passenden Spender zu finden.
DKMS ruft zur Registrierung auf
Um die Lücke zu schließen, wirbt die DKMS verstärkt um neue, vor allem junge Spenderinnen und Spender. Die Organisation appelliert an alle gesunden Menschen zwischen 18 und 55 Jahren, sich als potenzielle Stammzellspender registrieren zu lassen. Jede einzelne Aufnahme kann Leben retten – gerade weil Stammzelltransplantationen oft die einzige Heilungschance für Menschen mit Blutkrebs sind.
Die DKMS warnt: Ohne kontinuierliche Neuregistrierungen droht der Rückgang aktiver Spenderinnen und Spender in den nächsten Jahren weiter anzuhalten – eine Entwicklung, die für viele Patienten dramatische Folgen haben könnte.