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Kroger gerät wegen enttäuschender Juneteenth-Kuchen in die Kritik

kalhh (CC0), Pixabay

Die US-Supermarktkette Kroger sieht sich derzeit einem Sturm der Entrüstung ausgesetzt – ausgelöst durch ein virales TikTok-Video, das schlecht gestaltete Juneteenth-Kuchen zeigt. Aufgenommen in einer Filiale in Atlanta, Georgia, dokumentiert das Video wenig kreative Backwaren zum Gedenktag der Emanzipation der letzten versklavten Menschen in den USA am 19. Juni 1865.

Die TikTok-Nutzerin @blaq.monalisa kommentierte das Gesehene wütend: „Das ist eine Verhöhnung! Warum überhaupt die Mühe, wenn man es so lieblos gestaltet?“ Die gezeigten Kuchen trugen Aufschriften wie „Free @ last“, „June 19 free“ oder schlicht „Free“ – auf grell dekorierten Cookie-Cakes, die kaum Bezug zur Bedeutung des Feiertags erkennen ließen.

In dem Video – das inzwischen über zehn Millionen Mal aufgerufen wurde – äußerte die Nutzerin lautstark ihre Empörung: „Alles andere hier im Laden ist süß dekoriert, aber für Juneteenth klatscht ihr irgendwas auf einen Keks und erwartet, dass das jemand kauft? Das ist respektlos.“

Die Reaktionen in den Kommentaren auf TikTok waren ebenso eindeutig. Ein Nutzer schrieb: „Wenn du nicht gesagt hättest, dass es für Juneteenth ist, hätte ich gedacht, es ist ein ‚Willkommen aus dem Gefängnis‘-Kuchen.“ Andere forderten, „das ganze Bäckerei-Team zu feuern“, da die Gestaltung „absichtlich nachlässig“ wirke.

Bereits in der Vergangenheit hatten US-Einzelhändler mit misslungenen Juneteenth-Produkten Kritik auf sich gezogen – etwa Walmart 2022 mit einer „Juneteenth“-Eiscreme, die nach öffentlichem Druck aus dem Sortiment genommen wurde.

Am Tag nach der Veröffentlichung des Videos berichtete die TikTokerin, dass die beanstandeten Kuchen aus dem Sortiment verschwunden seien. Ob sie verkauft oder entfernt wurden, blieb unklar. Doch eine Verbesserung sei nicht erfolgt: „Ich fühle mich immer noch unwohl, dass man sie nicht durch angemessenere Juneteenth-Kuchen ersetzt hat.“

Kroger selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert. Der Fall zeigt einmal mehr, wie sensibel kulturelle Gedenktage sind – und wie viel Fingerspitzengefühl im Umgang damit gefragt ist.

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