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Trump verschärft Abschiebepolitik in Großstädten – Millionen betroffen

kalhh (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die größte Abschiebekampagne in der Geschichte des Landes einzuleiten. In einem Beitrag auf Truth Social forderte er am 15. Juni den Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE in New York, Los Angeles und Chicago – Städte, die er als „Kern des demokratischen Machtzentrums“ bezeichnete.

Die Maßnahme betrifft Ballungsräume mit den höchsten Einwandereranteilen der USA. In New York lebt die größte ausländisch geborene Bevölkerung des Landes, gefolgt von Los Angeles, Miami, Houston und Chicago. Überraschend: Miami und Houston wurden in Trumps Beitrag nicht erwähnt – obwohl auch dort viele Menschen ohne regulären Aufenthaltsstatus leben.

Laut Statistikbehörden machen Migranten etwa 14 % der US-Bevölkerung aus. In Großstädten wie Miami liegt der Anteil bei über 50 %. In New York beträgt der Anteil sogar 40 % der Stadtbevölkerung – dort arbeiten viele in Schlüsselbranchen wie Bau, Transport und Produktion.

Während Trump härter gegen Einwanderer vorgehen will, warnen Ökonomen vor drastischen Folgen. Studien zeigen, dass undocumented workers in Kalifornien über eine Million zusätzliche Arbeitsplätze ermöglicht haben. Landesweit zahlten Menschen ohne gültige Papiere allein 2022 über 96 Milliarden Dollar an Steuern.

In Chicago verteidigte Gouverneur J.B. Pritzker kürzlich im Kongress die Schutzgesetze für Migranten. Die Stadt lehnt die Zusammenarbeit mit ICE weitgehend ab. Auch in New York gibt es Widerstand – zuletzt wurde ein führender Politiker verhaftet, weil er einen Mann aus dem Einwanderungsgericht begleiten wollte.

In Miami hingegen wurde kürzlich ein Abkommen zur engeren Zusammenarbeit mit ICE geschlossen. Auch Texas bereitet ein Gesetz vor, das alle Bezirke zur Kooperation mit ICE verpflichtet.

Besorgniserregend ist der starke Fokus auf Städte mit hohen Einwandereranteilen, obwohl viele der Betroffenen seit Jahren in den USA leben, Steuern zahlen und in wichtigen Branchen arbeiten. Während Trumps Regierung mit harten Maßnahmen auf Stimmenfang geht, wächst der Protest in betroffenen Städten – und die Angst in den Einwanderergemeinschaften.

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