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Ab morgen neues EU-Energielabel für Smartphones und Tablets – Fokus auf Haltbarkeit, Reparierbarkeit und Nachhaltigkeit

Firmbee (CC0), Pixabay

Ab dem morgigen Tag gilt in der Europäischen Union eine neue Kennzeichnungspflicht für Smartphones und Tablets: Geräte, die neu auf den EU-Markt gebracht werden, müssen künftig mit einem erweiterten Energielabel versehen sein. Ziel dieser Maßnahme ist es, Verbraucherinnen und Verbrauchern auf einen Blick zu zeigen, wie energieeffizient, langlebig und reparaturfreundlich ein Gerät ist – und damit nachhaltige Kaufentscheidungen zu fördern.

Was zeigt das neue Energielabel?

Das Label, das optisch an die bekannten EU-Kennzeichnungen für Kühlschränke, Waschmaschinen oder Fernseher angelehnt ist, bietet deutlich mehr Informationen als bisher. Es bewertet nicht nur den Energieverbrauch eines Geräts, sondern liefert auch Angaben zu folgenden Kriterien:

  • Akkulaufzeit und Akku-Lebensdauer

  • Reparierbarkeit, etwa durch die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und die einfache Demontierbarkeit

  • Robustheit, insbesondere bei Sturztests

  • Widerstandsfähigkeit gegen Staub und Wasser (IP-Schutzklassen)

  • Verfügbarkeit von Software- und Sicherheitsupdates

Die Skala ermöglicht es Käufern, verschiedene Modelle direkt miteinander zu vergleichen – etwa ein günstiges Einsteigermodell mit kurzer Update-Garantie gegen ein langlebigeres, aber teureres Gerät mit hoher Reparaturfreundlichkeit und robusterem Gehäuse.

EU-Kommission: Nachhaltiger Konsum soll Standard werden

„Dieses Energielabel wird den EU-Verbrauchern helfen, fundiertere und nachhaltigere Kaufentscheidungen zu treffen, und einen nachhaltigeren Konsum fördern“, erklärte die Europäische Kommission. Mit der neuen Kennzeichnung will die EU Transparenz schaffen und den Druck auf Hersteller erhöhen, bei der Entwicklung ihrer Produkte stärker auf Umweltverträglichkeit und Langlebigkeit zu achten.

Neue Ökodesign-Anforderungen für Hersteller

Parallel zum Label treten verschärfte Ökodesign-Vorgaben in Kraft. Hersteller müssen künftig garantieren, dass Smartphones und Tablets:

  • mechanisch robuster sind, also widerstandsfähiger gegenüber alltäglicher Beanspruchung wie Stürzen oder Feuchtigkeit,

  • längere Akkulaufzeiten bieten und Akkus mehrere hundert Ladezyklen durchhalten,

  • wichtige Ersatzteile wie Akkus, Displays oder Ladeanschlüsse innerhalb weniger Tage lieferbar sind,

  • und Softwareupdates über mehrere Jahre hinweg bereitgestellt werden – auch für Sicherheitslücken.

Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Lebensdauer der Geräte erhöhen, sondern auch dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und CO₂-Emissionen zu senken – ein wichtiger Beitrag zum „Green Deal“ der EU.

Ein Schritt gegen Wegwerf-Elektronik

Mit dem neuen Label macht die EU einen weiteren Schritt im Kampf gegen geplante Obsoleszenz und die wachsenden Elektronikmüllberge. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen sich nicht länger auf schöne Werbeversprechen verlassen müssen, sondern belastbare Informationen über die echte Qualität und Nachhaltigkeit eines Geräts erhalten – bevor sie es kaufen.

Die Hoffnung: Hersteller, die heute noch mit kurzen Produktzyklen und schwer reparierbaren Geräten arbeiten, werden künftig unter dem Druck besser informierter Käuferinnen und Käufer ihre Strategien überdenken. Denn was morgen im Laden steht, wird sich künftig nicht nur am Preis, sondern auch am Energielabel messen lassen.

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