Am Juneteenth-Feiertag kam es vor dem Dodger Stadium in Los Angeles zu Protesten. Auslöser war die angebliche Präsenz maskierter Bundesbeamter, die zunächst der Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) zugeschrieben wurden. ICE dementierte jedoch, vor Ort gewesen zu sein. Das Heimatschutzministerium (DHS) erklärte später, es habe sich um Beamte der Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) gehandelt.
Trotz widersprüchlicher Behördenaussagen waren viele Fans und Aktivisten empört über die Ereignisse und die ausbleibende Reaktion der Dodgers. Die Proteste richteten sich besonders gegen die Schweigen der Organisation, während in der Stadt vermehrt Einwanderungsrazzien stattfinden.
Stimmen aus der Protestbewegung
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Al Aguilar (72), langjähriger Dodgers-Fan, erinnerte an die Vertreibung lateinamerikanischer Familien aus dem Chavez Ravine, wo später das Stadion gebaut wurde. Er forderte: „Sagt wenigstens etwas. Besonders am Juneteenth.“
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Amanda Carrera (31), Musikerin, trug ein Schild mit der Aufschrift „Proud to be a Latina“ und betonte: „So sehr ich die Dodgers liebe, liebe ich mein Volk noch mehr.“
Reaktion der Dodgers
Ein geplantes Statement zur Unterstützung von Migranten-Gemeinschaften wurde von Dodgers-Präsident Stan Kasten kurzfristig verschoben. Als Grund nannte er die „Ereignisse des Tages“ und die Notwendigkeit, weitere Details zu klären.
Weitere Entwicklungen:
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In der Umgebung des Stadions wurde politisches Graffiti entdeckt, u.a. mit Aussagen wie „Silence is the problem“ und „Stop selling out“.
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Fans riefen Parolen wie „ICE out of L.A.“ mit Megafonen.
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Der einzige aktive Spieler, der sich öffentlich äußerte, war Kiké Hernández, der in einem emotionalen Instagram-Post erklärte:
„Los Angeles hat mich adoptiert. Ich kann nicht zusehen, wie unsere Gemeinschaft verletzt, schikaniert und auseinandergerissen wird. Alle Menschen verdienen Respekt, Würde und Menschenrechte.“
Fazit:
Der Vorfall zeigt die Spannung zwischen Sport, Gesellschaft und Politik in Los Angeles. Fans und Aktivisten fordern nicht nur Aufklärung über das Auftreten der Bundesbeamten, sondern auch eine klare Haltung des Baseballteams, das für viele Migrant:innen eine wichtige kulturelle Identifikationsfigur darstellt.