Die Vereinigten Staaten beenden die Produktion der Ein-Cent-Münze (Penny). Auf Vorschlag von Ex-Präsident Donald Trump wurde im Februar der letzte Auftrag für sogenannte „Blanks“ – die Metallrohlinge zur Münzprägung – erteilt. Grund ist vor allem der hohe Produktionsaufwand: Laut US-Münzanstalt kostet ein Penny aktuell 3,69 Cent in der Herstellung.
💰 Wird der letzte Penny wertvoll sein?
Vermutlich nicht. Obwohl 2025 die letzten neuen Pennys geprägt werden, erwarten Expertinnen keine signifikante Wertsteigerung. Es seien schlicht zu viele im Umlauf – allein 2024 wurden 3,2 Milliarden Pennys hergestellt. Sammlerinnen könnten jedoch vermehrt auf ältere Serien wie Lincoln-Wheat-Pennys (ab 1909) zurückgreifen.
„Die Leute glauben gerne an Wertsteigerung – doch das ist Unsinn“, so Numismatik-Experte John Feigenbaum.
🧾 Was passiert mit Preisen ohne 1-Cent-Münzen?
Preise werden mittelfristig wohl auf 5-Cent-Stufen gerundet, ähnlich wie in Kanada oder Australien. Wer bar zahlt, muss laut Ökonom Bill Maurer damit rechnen, dass eher aufgerundet wird – was Menschen mit geringem Einkommen besonders trifft.
💵 Spart das Geld für die Regierung?
Nicht unbedingt. Zwar entfallen jährlich rund 179 Millionen US-Dollar an Produktionskosten für Pennys, aber durch den vermehrten Einsatz von Nickels (die 13,78 Cent pro Stück kosten) könnten neue Kosten entstehen. Einige Gesetzesvorschläge fordern deshalb auch das Ende des 5-Cent-Stücks.
📉 Kritik am schleichenden Ende des Bargelds
Forschende wie Maurer warnen, dass der Wegfall von Kleingeld Teil eines größeren Trends zur Abschaffung physischer Währung ist. Das berge Risiken – etwa bei Katastrophen oder Stromausfällen, wenn digitale Zahlungssysteme nicht funktionieren.
„Je abhängiger wir von digitalen Zahlungsmitteln werden, desto angreifbarer ist unser gesamtes Finanzsystem“, so Maurer.
Fazit:
Die USA verabschieden sich vom Penny – ein Schritt mit ökonomischer Logik, aber sozialer Sprengkraft. Ob dies der Beginn vom Ende des Bargelds ist, bleibt abzuwarten.