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Capgemini-Bericht: Zahl der Millionäre weltweit auf Rekordhoch – Europa verliert, USA legen stark zu

DatPix (CC0), Pixabay

Die Zahl der wohlhabenden Menschen weltweit hat im vergangenen Jahr ein neues Rekordniveau erreicht. Das geht aus dem aktuellen World Wealth Report des internationalen Beratungsunternehmens Capgemini hervor. Demnach ist die Zahl der Personen mit einem investierbaren Vermögen von mehr als einer Million US-Dollar im Jahr 2024 um 2,6 Prozent gestiegen – auf insgesamt 23,4 Millionen Menschen weltweit.

Definition: Wer gilt als „reich“?

Die Studie zählt all jene Personen als „High Net Worth Individuals“ (HNWI), die über ein frei verfügbares Anlagevermögen von über einer Million US-Dollar verfügen. Dabei bleiben Immobilien, Sammlerstücke und Gebrauchsgüter wie Autos oder Schmuck unberücksichtigt – es geht also ausschließlich um liquide Mittel und Wertanlagen.

USA weiter Spitzenreiter – Europa verliert

Den stärksten Zuwachs an Millionären verzeichneten laut Bericht die USA, die mit Abstand das größte Kontingent an Vermögenden weltweit stellen. Wachstumsfaktoren waren hier insbesondere ein robuster Aktienmarkt, ein starker US-Dollar und ein stabiler Arbeitsmarkt mit hoher Unternehmensdynamik.

In Europa hingegen ist die Zahl der Reichen im vergangenen Jahr leicht gesunken. Gründe hierfür sind unter anderem:

  • Schwache Konjunkturentwicklung in mehreren Ländern

  • Geopolitische Unsicherheiten durch Ukrainekrieg und Energiekrise

  • Vermögensverluste durch rückläufige Aktienkurse und Immobilienwerte

  • Zunehmende steuerliche Belastungen und politische Debatten über Vermögensumverteilung

Vermögensungleichheit bleibt hoch

Während die Zahl der Reichen wächst, bleibt die globale Vermögensverteilung extrem ungleich. Laut Capgemini besitzt die relativ kleine Gruppe der HNWI mehr als ein Drittel des weltweiten Finanzvermögens. Kritiker bemängeln, dass der Bericht zwar Wachstumszahlen nennt, jedoch keine Aussagen zur sozialen oder wirtschaftlichen Ungleichheit trifft.

Fazit: Wirtschaftlicher Aufschwung für Wenige?

Der Capgemini-Report macht deutlich: Trotz globaler Krisen, Inflation und geopolitischer Spannungen wächst das Vermögen der Reichen – allerdings regional sehr ungleich verteilt. Während Nordamerika boomt, geraten Teile Europas ins Hintertreffen. Die Debatte um Vermögensverteilung, Steuergerechtigkeit und soziale Teilhabe dürfte durch solche Zahlen neuen Auftrieb bekommen.

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