Der Ätna, Europas höchster und aktivster Vulkan, ist am Montag erneut ausgebrochen und hat gewaltige Aschewolken in den Himmel geschleudert. Videos in sozialen Medien zeigen, wie Touristen in Panik fliehen, während dichter Rauch und Asche aus dem Südostkrater des Vulkans aufsteigen.
Das Italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) teilte in einem Facebook-Beitrag mit, dass der Ausbruch „wahrscheinlich durch den Einsturz von Material an der Nordseite des Südostkraters“ ausgelöst wurde.
Lavafontäne und erhöhte seismische Aktivität
Laut INGV verlagerte sich die Aktivität rasch von explosiven Eruptionen hin zu einer aktiven Lavafontäne. Erste Beobachtungen deuten darauf hin, dass das heiße pyroklastische Material nicht über den Rand des Valle del Leone – ein historisch bedeutendes archäologisches Gebiet – hinausgelangt ist.
Ein Sprecher des Instituts erklärte gegenüber internationalen Medien, die seismische Aktivität sei aktuell „hoch und zeige eine steigende Tendenz“.
Keine akute Gefahr für Ortschaften – aber Wachsamkeit bleibt hoch
Bisher liegen keine Berichte über Verletzte oder größere Schäden vor. Dennoch sind die Behörden wachsam, da sich vulkanische Aktivität beim Ätna schnell verändern kann. Der Zugang zu bestimmten Wanderwegen und Aussichtspunkten am Berg wurde vorsorglich gesperrt.
Ein Vulkan mit Geschichte – und Wissenschaft im Blick
Der Ätna ist einer der am besten erforschten Vulkane der Welt. Mit einer dokumentierten Eruptionsgeschichte von rund 2.700 Jahren und einer geologischen Geschichte von über 500.000 Jahren gehört er zu den bedeutendsten Vulkanen weltweit. Die UNESCO hat ihn als Weltnaturerbe anerkannt.
Laut dem U.S. Geological Survey kann die Aktivität des Ätna stark variieren – von explosiven Ausbrüchen über Lavaströme bis hin zu Ascheemissionen.
Der Ätna ist zudem einer von derzeit 47 aktiven Vulkanen weltweit, darunter auch der Kīlauea auf Hawaii.
Fazit:
Der erneute Ausbruch des Ätna erinnert eindrucksvoll an die gewaltige Naturkraft aktiver Vulkane – und daran, wie eng Geologie, Tourismus und Sicherheit miteinander verknüpft sind. Während Forscher den Vulkan weiter beobachten, bleibt für Anwohner und Besucher vor allem eines wichtig: Wachsamkeit.