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Kanadischer Rauch erreicht Europa: Spektakuläre Sonnenuntergänge statt Luftalarm

Ylvers (CC0), Pixabay

Die Auswirkungen der massiven Waldbrände in Kanada machen sich nun auch auf einem anderen Kontinent bemerkbar: Rauchpartikel aus Nordamerika haben Europa erreicht. Wie das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus mitteilte, wurden Rauchwolken, die durch die zahlreichen Brände entstanden sind, durch atmosphärische Strömungen über den Atlantik transportiert. In den kommenden Tagen wird mit weiterem Rauchaufzug gerechnet – wenn auch hauptsächlich in höheren Luftschichten.

Trotz der beeindruckenden Dimension des Phänomens gibt es keinen Grund zur Sorge um die Luftqualität: Der Rauch bleibe überwiegend in der oberen Atmosphäre, teilte Copernicus mit. Die größten sichtbaren Effekte seien daher optischer Natur: trübere Himmel, ungewöhnlich rot-orangefarbene Sonnenuntergänge und ein allgemein diffuseres Licht – ein Effekt, der manchen an Science-Fiction-Filme erinnern dürfte.

Hintergrund ist eine weiterhin angespannte Waldbrandsituation in Kanada. Dem nationalen Waldbrandbericht zufolge wurden zeitweise mehr als 100 aktive Brandherde registriert – viele davon außer Kontrolle. Die Feuer werden durch hohe Temperaturen, trockene Böden und starke Winde begünstigt und stellen auch für Menschen vor Ort eine erhebliche Bedrohung dar.

Für Europa bedeutet der transatlantische Rauch zwar keine unmittelbare Gefahr, aber er macht sichtbar, wie global die Folgen regionaler Umweltkatastrophen sein können. Die Natur malt derzeit den Himmel in dramatischen Farben – und erinnert zugleich daran, dass Klimaphänomene längst keine Grenzen mehr kennen.

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