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Elon Musk verlässt Washington mit blauem Auge – und beschädigtem Ruf

3dalliance (CC0), Pixabay

Elon Musk hatte große Pläne für seinen Einsatz in Washington, D.C. – doch sein Abschied am 30. Mai im Oval Office fiel weitaus weniger triumphal aus als erhofft. Während Präsident Donald Trump ihn für seine Arbeit als Leiter der „Department of Government Efficiency“ (DOGE) mit einem goldenen Schlüssel auszeichnete, war klar: Musk hinterlässt mehr Fragen als Antworten – und ein stark angeschlagenes öffentliches Image.

Bei der Verabschiedung im Weißen Haus lobte Trump die „revolutionären Veränderungen“ durch Musk im Regierungsapparat. Musk habe die veralteten Strukturen in Washington aufgebrochen. Dennoch bleibt die Bilanz seiner Amtszeit durchwachsen. Statt der versprochenen Einsparungen in Höhe von zwei Billionen US-Dollar konnte Musk lediglich rund 160 Milliarden Dollar vorweisen – deutlich weniger als angekündigt. Kritiker werfen ihm vor, durch radikale Kürzungen und Massenentlassungen essentielle Programme beschädigt zu haben. Laut unabhängigen Gutachten könnten die Kosten durch verlorene Steuereinnahmen, illegale Kündigungen und Rückabwicklungen einen Großteil der Einsparungen wieder zunichtemachen.

Symbolisch für seinen Rückzug war Musks Auftritt in Schwarz – samt DOGE-Cap, schwarzem T-Shirt und einem deutlich sichtbaren blauen Auge. Wie er erklärte, stammte die Verletzung von einer Rangelei mit seinem fünfjährigen Sohn X. Das sorgte prompt für Spekulationen in den sozialen Medien, zumal Musks Familie mit 14 Kindern zunehmend ins Licht der Öffentlichkeit gerückt war.

Der offizielle Grund für das Ende seiner Tätigkeit war das Auslaufen seiner Sonderstellung als „special government employee“, die ihn auf maximal 130 Tage im Jahr beschränkte. Musk erklärte, DOGE sei mehr als nur eine Behörde, sondern ein „Lebensstil“, der weiterbestehe. Auch Trump betonte, Musk werde weiterhin eine Rolle spielen und das Projekt sei „sein Baby“. Gleichzeitig distanziert sich Musk jedoch zunehmend vom politischen Betrieb: Er kündigte an, künftig deutlich weniger Geld in Wahlkämpfe zu investieren, nachdem er 290 Millionen Dollar in Trumps Wiederwahlkampagne und 20 Millionen in eine gescheiterte Richterwahl in Wisconsin gesteckt hatte.

Unangenehm wurde es, als Musk zu seinem angeblichen Drogenkonsum befragt wurde. Am selben Tag hatte die New York Times berichtet, dass Musk während des Wahlkampfs 2024 regelmäßig Drogen wie Ketamin, Ecstasy und Psychedelika konsumiert haben soll. Musk wich der Frage aus, kritisierte stattdessen die Medien und verwies auf „verzerrte Berichte“ zur Russland-Affäre 2016. Bereits in einem früheren Interview hatte er den gelegentlichen Konsum von Ketamin eingeräumt – als medizinische Behandlung gegen Depressionen. Sein früherer Marihuana-Konsum hatte bereits 2018 für Unruhe unter Tesla-Investoren gesorgt.

Während des Treffens im Oval Office kam auch ein anderes körperliches Missgeschick zur Sprache: Präsident Trump nutzte die Gelegenheit, um dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron augenzwinkernd Eheberatung zu geben. Hintergrund war ein virales Video, in dem Macrons Frau Brigitte ihn scheinbar vor einer Flugzeugtür ins Gesicht schubst. Trump empfahl: „Stellen Sie sicher, dass die Tür geschlossen bleibt.“ Macron selbst wies die Spekulationen zurück und sprach von einem scherzhaften Moment des Ehepaars bei der Ankunft in Hanoi, Vietnam.

Zum Abschluss des Treffens wurde Trump auch zur Möglichkeit einer Begnadigung von Rapper Diddy (Sean Combs) befragt, der sich aktuell wegen schwerwiegender Bundesanklagen vor Gericht verantworten muss. Trump schloss ein Gnadengesuch nicht aus, betonte jedoch, dass er bislang „nicht darum gebeten worden“ sei.

Elon Musks Zeit als „Effizienz-Zar“ der US-Regierung ist damit offiziell beendet. Was bleibt, ist ein Imageverlust, ein gescheitertes Sparprogramm und ein Präsident, der seinem einstigen Vorzeigeberater trotz allem öffentlich den Rücken stärkt – zumindest vorerst.

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