Der legendäre US-Rocksänger John Mellencamp hat sich öffentlich enttäuscht über das Verhalten des Sportmoderators Pat McAfee geäußert, nachdem dieser während eines NBA-Playoff-Spiels der Indiana Pacers gegen die New York Knicks in der Arena prominente Knicks-Fans lautstark ausgebuht hatte.
Beim vierten Spiel der Eastern Conference Finals am 27. Mai in der Gainbridge Fieldhouse in Indianapolis, das die Pacers mit 3:1 in der Serie in Führung brachte, heizte McAfee, ehemaliger Punter der Indianapolis Colts und mittlerweile ESPN- sowie WWE-Moderator, das Publikum während einer Auszeit im vierten Viertel mit einer unflätigen Ansprache an. Ziel seiner Worte: Hollywood-Stars wie Timothée Chalamet, Ben Stiller und Spike Lee, die im Publikum saßen und die Knicks unterstützten.
Mellencamp, selbst anwesend und tief mit Indiana verbunden, fand diese Szene beschämend. Auf Social Media schrieb der 73-jährige Musiker, er sei „peinlich berührt“ von dem Verhalten gegenüber den Gästen aus New York. Zwar nannte er McAfee nicht namentlich, doch seine Kritik war deutlich: „Ich war beschämt, als jemand – unter wessen Anweisung auch immer – einige der Gäste aus New York herausforderte, die ihre Mannschaft unterstützten und damit indirekt auch unser Team. Das Publikum buhte. Das war keine Hoosier Hospitality. Es war schlicht und einfach schlechter Sportsgeist.“ Mellencamp entschuldigte sich öffentlich „im Namen der meisten Hoosiers“ und betonte, dass die Pacers selbst mit der Aktion nichts zu tun gehabt hätten.
McAfee reagierte auf die Kritik und gab zu, dass er die „besagte Person“ sei. Für Spiel 5 am Donnerstagabend im Madison Square Garden – zu dem ihn Ben Stiller via Social Media sogar eingeladen hatte – reiste McAfee nicht nach New York. Die Knicks gewannen das Spiel mit 111:94. Neben Chalamet waren auch Kylie Jenner, Tracy Morgan, Shaboozey und andere Promis unter den Zuschauern.
Das nächste Spiel – Game 6 – findet am 31. Mai wieder in Indianapolis statt. Die Pacers führen in der Serie mit 3:2. Ob McAfee sich erneut im Publikum zeigt – und ob es wieder zu hitzigen Szenen kommt – bleibt abzuwarten.