Der Chef des Deutschen Bundeswehrverbands, André Wüstner, hat sich klar geäußert: Die Bundeswehr braucht deutlich mehr Personal. Zurzeit gibt es rund 180.000 Soldatinnen und Soldaten. Wüstner fordert aber, dass es in Zukunft bis zu 260.000 sein sollten.
Warum ist das ein Thema?
Die Lage in der Welt ist angespannt – etwa durch den Krieg in der Ukraine, Spannungen in Osteuropa und neue Anforderungen der NATO. Deshalb muss Deutschland mehr Verantwortung übernehmen. Die NATO überlegt laut Medienberichten, von Deutschland sieben zusätzliche Kampf-Brigaden zu verlangen. Das wären etwa 40.000 weitere Soldaten, die für die Verteidigung in Europa bereitstehen müssten.
Altes Ziel nicht mehr ausreichend
Vor der Corona-Pandemie hatte sich Deutschland zum Ziel gesetzt, die Bundeswehr auf 203.000 Soldaten zu bringen. Laut Wüstner sei dieses Ziel aber inzwischen zu niedrig. Die sicherheitspolitische Lage habe sich drastisch verändert – „die Bundeswehr muss deutlich größer werden“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Neuer Wehrdienst?
Wüstner sprach auch über einen möglichen neuen Wehrdienst. Er sagte: Ein neues System ohne Pflicht-Element könne er sich nicht vorstellen. Das bedeutet: Es könnte sein, dass junge Menschen in Zukunft wieder verpflichtet werden, einen Grundwehrdienst zu leisten – wie früher beim Wehrpflicht-Modell.
Was fordert die NATO konkret?
Laut Medien will die NATO, dass Deutschland sieben weitere Brigaden bereitstellt. Das ist eine sehr große Verstärkung – denn eine Brigade besteht aus etwa 5.000 bis 6.000 Soldaten. Deutschland müsste also insgesamt etwa 40.000 zusätzliche Soldaten zur Verfügung stellen.
Was bedeutet das für die Bundeswehr?
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Es braucht mehr Personal: Neue Soldatinnen und Soldaten müssen gewonnen werden.
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Es braucht mehr Ausbildung und bessere Ausstattung.
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Es könnte gesetzliche Änderungen geben – etwa bei der Einführung eines neuen Wehrdienstes.
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Und es muss auch über das Verteidigungsbudget gesprochen werden – mehr Soldaten kosten mehr Geld.
Fazit
Deutschland steht vor großen sicherheitspolitischen Herausforderungen. Der Vorsitzende des Bundeswehrverbands fordert deshalb eine deutlich größere Bundeswehr. Ob es zu einer Rückkehr des Wehrdienstes kommt, ist noch offen – aber es wird immer wahrscheinlicher, dass Deutschland sich militärisch stärker engagieren muss.