Dark Mode Light Mode

Trump verschiebt EU-Strafzölle auf Juli – Gespräche mit von der Leyen angekündigt

NadineDoerle (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Einführung geplanter 50 % Strafzölle auf Importe aus der Europäischen Union um gut fünf Wochen zu verschieben. Statt wie ursprünglich geplant am 1. Juni sollen die Zölle nun ab dem 9. Juli 2025 gelten – falls bis dahin keine Einigung erzielt wird.

📞 Gespräch mit Ursula von der Leyen

Der Entscheidung war ein Telefonat mit der Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, vorausgegangen. Laut Trump bat sie um Aufschub, um weitere Handelsgespräche zu ermöglichen. Von der Leyen nannte das Gespräch in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) eine „gute Unterhaltung“ und erklärte, Europa sei bereit, „zügig und entschlossen“ zu verhandeln.

🇺🇸🇪🇺 Handelskonflikt mit Signalwirkung

Die Strafzölle würden Warenimporte im Wert von rund 606 Milliarden US-Dollar betreffen – so viel exportierte die EU im Jahr 2024 in die Vereinigten Staaten. Zu den wichtigsten betroffenen Gütern zählen:

  • Pharmazeutische Produkte

  • Autos und andere Fahrzeuge

  • Flugzeuge, Motoren und Maschinen

  • Erdölprodukte

  • Alkoholische Getränke

Die EU ist stark vom US-Markt abhängig: 21 % aller EU-Exporte gehen in die Vereinigten Staaten.

💥 Hintergrund: „Liberation Day“-Zölle

Bereits im April hatte Trump weltweit sogenannte „Liberation Day“-Zölle angekündigt, die globalen Märkten einen Schock versetzten. Damals setzte er die Maßnahmen jedoch für 90 Tage – mit Ausnahme Chinas – aus, um Verhandlungen zu ermöglichen.

Während Gespräche mit Ländern wie dem Vereinigten Königreich bereits zu einem Deal geführt haben, stocken die Verhandlungen mit der EU. Am 23. Mai beschuldigte Trump die Europäische Union erneut, sie sei „gegründet worden, um die USA im Handel auszunutzen“, und beklagte, dass die Verhandlungen „nirgendwohin führen“.

🔍 Fazit: Eskalation oder Durchbruch?

Mit dem neuen Zeitfenster bis zum 9. Juli 2025 bleibt der transatlantischen Handelspartnerschaft – der bedeutendsten weltweit – etwas Luft zum Atmen. Ob es zu einer Einigung kommt oder die USA ihre massive Zollandrohung umsetzen, ist jedoch völlig offen.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Pflege in der Krise: Fast die Hälfte der US-Bundesstaaten steht kurz vor dem Kollaps

Next Post

Fünf Jahre nach George Floyd: Vermächtnis unter Druck, Bewegung in Gefahr