Im Strafprozess rund um den Volkswagen-Dieselskandal fällt am heutigen Freitag das mit Spannung erwartete Urteil. Am Landgericht Braunschweig müssen sich vier ehemalige Führungskräfte des Autokonzerns wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs verantworten.
Im Zentrum des Verfahrens steht der Vorwurf, die Angeklagten hätten über Jahre hinweg wissentlich manipulierte Abgaswerte bei Diesel-Fahrzeugen zugelassen – zum Schaden von Millionen Kunden und Behörden weltweit. Die Staatsanwaltschaft forderte für drei der ehemaligen Manager mehrjährige Haftstrafen, für den vierten eine Strafe auf Bewährung.
Der Prozess gilt als einer der bedeutendsten Wirtschaftsstrafprozesse der deutschen Nachkriegsgeschichte. Das Urteil könnte ein Signal für die juristische Aufarbeitung des Dieselskandals setzen – und für die persönliche Verantwortung von Top-Managern in Konzernskandalen.