Ein Moment der Unachtsamkeit mit dramatischen Folgen: In Norwegen ist ein 135 Meter langes Containerschiff nur wenige Meter neben einem Wohnhaus an der Küste des Trondheimsfjords gestrandet – offenbar, weil der Steuermann während der Fahrt eingeschlafen ist.
Wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB berichtet, befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls nur eine Person auf der Brücke der „NCL Salten“. Diese hätte laut Standardverfahren den Kurs anpassen müssen, als das Schiff in den Fjord einfuhr – doch das geschah nicht. Stattdessen krachte das Schiff gegen das Ufer und kam direkt in einem Garten zum Stehen. Bilder zeigen das eindrucksvolle Stahlkoloss nur wenige Schritte von einem Wohnhaus entfernt – ein Szenario, das für die Anwohner glimpflich, aber wohl nur mit Glück ausging.
Laut Aussagen der Besatzung soll der Steuermann schlichtweg eingeschlafen sein. Die Polizei bestätigte diesen Verdacht und nahm Ermittlungen auf. Bisherige Versuche, das Schiff zu bergen und wieder ins Wasser zu ziehen, blieben erfolglos – die „NCL Salten“ sitzt fest.
Der Vorfall wirft einmal mehr ein Schlaglicht auf die Risiken der Einschichtsysteme und Übermüdung in der Seefahrt, insbesondere bei kleinen Besatzungen. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden – doch die Nähe zur Katastrophe war denkbar knapp.