In Südfrankreich sorgt eine Reihe mutmaßlich gezielter Sabotageakte für Verunsicherung: Nach einem großflächigen Stromausfall in Cannes am Vortag war nun auch die Stadt Nizza betroffen. Rund 50.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom, wie die Behörden mitteilten.
Als Ursache gilt ein Brand an einem Transformator, der laut ersten Ermittlungen vorsätzlich gelegt worden sein soll. Bereits am Tag zuvor waren 160.000 Haushalte in der Region Cannes betroffen gewesen. Auch in diesem Fall geht die Polizei von einem kriminellen Hintergrund aus. Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen gibt, wird derzeit geprüft.
Das Filmfestival in Cannes, das derzeit weltweit Aufmerksamkeit auf die Region lenkt, war von den Ausfällen nicht betroffen, teilte die Festivalleitung mit. Dennoch wachsen Sorgen vor weiteren Angriffen auf die kritische Infrastruktur in der Region – gerade zu einem Zeitpunkt, an dem Frankreich unter hoher internationaler Beobachtung steht.
Die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden laufen auf Hochtouren. Wer hinter den mutmaßlichen Sabotageakten steckt, ist bislang unklar.