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Nach Schulverweis: 15-Jähriger schießt mit Waffe des Vaters in Wiener Park

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

Ein 15-jähriger Schüler hat am Freitagnachmittag im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling für einen Polizeieinsatz gesorgt, nachdem er mit der Dienstwaffe seines Vaters mehrfach in den Boden geschossen hatte. Der Jugendliche hatte zuvor seine Schule verlassen müssen – nach einem Vorfall, bei dem er einen Sessel aus dem Klassenzimmerfenster geworfen hatte.

Wie die Polizei mitteilte, wurde der Schüler noch am selben Tag vom Unterricht suspendiert. Auf dem Heimweg veröffentlichte er in sozialen Medien ein Bild einer Schusswaffe und äußerte in mehreren Nachrichten Rachegedanken gegenüber der Schule. Die Ermittler stuften die Inhalte als besorgniserregend ein.

Am frühen Nachmittag wurde der 15-Jährige schließlich in der Nähe des Hugo-Wolf-Parks gemeinsam mit einem 13-jährigen Freund festgenommen. In seinem Rucksack fanden die Beamten neben einem geladenen Revolver auch ein Klappmesser. Bei der Waffe soll es sich laut Angaben des Jugendlichen um die Dienstwaffe seines Vaters handeln, der als Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma beschäftigt ist.

Der Schüler hatte die Waffe nach eigenen Angaben zu Hause an sich genommen und sich anschließend mit seinem jüngeren Freund getroffen. In unmittelbarer Nähe zur Schule gaben die beiden insgesamt drei Schüsse in den Boden ab – verletzt wurde niemand.

Gegen den 15-Jährigen wurden mehrere Anzeigen erstattet, darunter wegen gefährlicher Drohung, Gefährdung der körperlichen Sicherheit, Sachbeschädigung sowie Verstößen gegen das Waffengesetz. Die Staatsanwaltschaft Wien ordnete seine Einlieferung in eine Justizanstalt an.

Auch der Vater des Jugendlichen, ein 41-jähriger Syrer, wurde nach dem Waffengesetz angezeigt. Der 13-jährige Begleiter wurde ebenfalls angezeigt, jedoch seinen Erziehungsberechtigten übergeben.

Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und möglichen weiteren Bedrohungsszenarien dauern an. Die Behörden prüfen zudem, wie der Jugendliche an die Waffe gelangen konnte und ob Sicherheitsvorschriften missachtet wurden.

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