Der bekannte ARD-Börsenexperte Anja Kohl ist nicht die einzige, deren Namen und Bild auf Facebook für dubiose Zwecke missbraucht werden. Wer ihren Namen in die Suchleiste eingibt, stößt auf zahlreiche Seiten, die vermeintlich Finanzdienstleistungen anbieten – doch keine davon ist echt. Es handelt sich ausnahmslos um betrügerische Fake-Accounts, die sich an ihrem Namen und ihren Fotos bedienen. Der Konzern Meta – zu dem Facebook gehört – zeigt sich davon jedoch unbeeindruckt.
Auch Wall-Street-Experte Markus Koch betroffen
Nicht nur Anja Kohl kämpft gegen die Fake-Profile, auch Markus Koch, einer der bekanntesten deutschen Börsenexperten in den USA, ist betroffen. Über seine echten Social-Media-Kanäle ruft Koch nun Kollegen auf, sich zusammenzuschließen, um gegen die Sorglosigkeit von Meta vorzugehen. Er kritisiert, dass nicht nur Fake-Accounts geduldet werden, sondern auch professionell gestaltete Anzeigen mit seinen Bildern geschaltet werden, die Finanzbetrug bewerben – unter anderem über gefälschte WhatsApp-Gruppen.
Koch schreibt:
„Was früher die Ausnahme war, ist inzwischen trauriger Standard. Der Kreis der betroffenen Finfluencer und Journalisten ist groß.“
Meta ignoriert Hinweise auf Betrug
Meta zeigt sich von den zahlreichen Meldungen über die Fake-Accounts weitgehend unbeeindruckt. Koch berichtet, dass Meldungen meist ohne Konsequenz bleiben:
„Erst gestern teilte mir Instagram mit, dass ein gemeldeter Fake-Account kein Fehlverhalten erkennen lasse – obwohl dieser Account sowohl mich als auch eine Kollegin von n-tv zeigt und mit absurden Anlagetipps wirbt.“
Diese Untätigkeit von Meta bringt Koch auf die Palme:
„Es darf nicht sein, dass Meta als Plattform die Bühne für Betrug bietet – und daran auch noch über Werbeeinnahmen verdient. Hier geht es nicht nur um meinen Ruf, sondern um das Geld gutgläubiger Menschen, die auf solche Machenschaften hereinfallen.“
Gemeinsame Aktion gegen Fake-Profile geplant
Markus Koch will den Kampf gegen die Betrüger nicht alleine führen und ruft andere Betroffene dazu auf, sich bei ihm zu melden. Ziel ist eine gemeinsame Initiative, um den Druck auf Meta zu erhöhen und die Plattform zur Verantwortung zu ziehen. Betroffene können sich unter mk@markuskoch.de melden.
Gefahr für Verbraucher bleibt bestehen
Solange Meta nicht reagiert, bleibt die Gefahr bestehen, dass Menschen auf die Fake-Profile und betrügerischen Anzeigen hereinfallen. Besonders im Bereich Finanzen scheint sich die Lage zuzuspitzen: Was früher nur vereinzelt vorkam, ist inzwischen Alltag.
Meta sollte sich bewusst machen, dass solche Missbrauchsfälle nicht nur die betroffenen Experten schädigen, sondern auch das Vertrauen der Nutzer in die Plattform untergraben. Die Forderung ist klar: Meta muss handeln – und zwar schnell.