Die RK-Immo-Resort Ltd & Co. KG mit Sitz in Berlin plant Großes: Mit frischem Kapital von privaten Anlegern will sie Hotelimmobilien am traumhaften Südzipfel von Sri Lanka erwerben. Die Schlagworte klingen verlockend: Rendite ab 6,5 %, Beteiligung an einem touristischen Wachstumsmarkt, Investition in Immobilien.
Doch wie immer bei Beteiligungsmodellen dieser Art gilt: Augen auf – und das Kleingedruckte nicht überlesen!
Was wird angeboten?
RK-Immo-Resort wirbt mit verschiedenen Beteiligungsmöglichkeiten – unter der „Small-Capital“-Ausnahme des Vermögensanlagengesetzes, wodurch keine Prospektpflicht besteht. Das bedeutet: Keine BaFin-Prüfung, keine standardisierten Informationspflichten und sehr viel Vertrauen nötig.
Zur Auswahl stehen:
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Genussrechte ab 5.000 €, Laufzeit 5 Jahre, Dividende ab 5,75 %
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Stille Beteiligung ab 20.000 €, mit Gewinn- und Verlustbeteiligung
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Namensschuldverschreibungen ab 10.000 €, Festzins von 5 %
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Nachrangdarlehen ab 5.000 €, Festzins 4,5 %, aber nachrangig
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Grundbuchbesicherte Darlehen ab 20.000 € – klingt sicher, doch keine Angaben zu Lage, Wert oder Belastungen
Was Anleger kritisch hinterfragen sollten
1. Keine Kontrolle durch Behörden:
Es liegt kein Verkaufsprospekt vor, weil man sich bewusst auf eine Ausnahme beruft. Das senkt den Aufwand für den Anbieter – erhöht aber das Risiko für Investoren erheblich.
2. Keine Informationen zum Hotelprojekt:
Wo genau befinden sich die Hotels? Wurden bereits Objekte erworben? Gibt es Genehmigungen, Baugenehmigungen oder erste Mieterträge? Ohne diese Infos ist die Investition ein reines Blind Date mit dem Risiko.
3. Nachrangdarlehen mit Totalverlustrisiko:
Gerade Nachrangdarlehen sind im Insolvenzfall wertlos. Anleger stehen ganz hinten in der Gläubigerliste. Die hohe Rendite ist also der Preis für fehlende Absicherung.
4. Lange Laufzeiten, wenig Flexibilität:
Mindestens fünf Jahre Laufzeit, dazu Kündigungsfristen von zwei Jahren – wer hier einsteigt, bindet sein Kapital sehr langfristig und kann nur schwer reagieren, wenn Probleme auftreten.
Unser Fazit
Sri Lanka mag schön sein, aber wer sich hier beteiligt, sollte wissen: Es handelt sich nicht um eine sichere Geldanlage, sondern um eine unternehmerische Wette auf Erfolg – ohne Netz und doppelten Boden. Anleger sollten sich professionelle Beratung einholen und prüfen, ob sie sich eine mögliche Insolvenz oder einen Totalverlust leisten können.
Unser Rat:
Geld, das Sie sicher brauchen oder zum Vermögensaufbau nutzen wollen, gehört nicht in Genussrechte oder stille Beteiligungen ohne BaFin-Prüfung. Wer dennoch investiert, sollte sich alle Vertragsunterlagen genau erklären lassen – am besten von einem auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwalt.
