Sie startete wie ein Adler – hoch hinaus, entschlossen, voller Pathos. Doch nach gut drei Jahren im Amt landete sie eher als Grünkehlchen. Und nein, das ist keine Abwertung des Vogels, sondern eine Beschreibung ihres politischen Schicksals: viel Gesang, wenig Flughöhe.
Annalena Baerbock hatte sich zu Beginn ihrer Amtszeit nicht weniger vorgenommen als eine „feministische Außenpolitik“. Männer? Spielten dabei bestenfalls eine Nebenrolle. Außenpolitik als Spiegelbild einer Ideologie, nicht als Instrument nationaler Interessen – das war der neue Kurs. Und heute? Schaut man auf ihre Bilanz, bleibt vor allem eines: ein Katalog an Irritationen.
Besonders in der Migrationspolitik ist Baerbock nicht nur Beobachterin, sondern Mitverursacherin. Die großzügige Auslegung von Aufnahmeversprechen – oft ohne klare Prüfung, wer überhaupt ins Land kommt – hat sie weitgehend ihren NGO-Vertrauten überlassen. Dabei wurde Außenpolitik zu einem Spielfeld für Aktivisten mit Weltrettungsanspruch, aber wenig Realitätsbezug.
Diese NGOs gehören nicht ins Auswärtige Amt, sondern wieder dahin, wo sie hergekommen sind: in die Zivilgesellschaft – mit klarer Distanz zur staatlichen Verantwortung. Denn deutsche Außenpolitik hat dem gesamten Volk zu dienen, nicht nur einer ideologischen Klientel.
Rückblickend muss man sagen: Frau Baerbock war die falsche Wahl für dieses Amt. In vielen Ländern war sie mehr unerwünscht als willkommen. Der entstandene diplomatische Schaden muss nun mühsam repariert werden – ein Job für ihren Nachfolger. Und: Außenpolitik gehört wieder zur Chefsache, Herr Scholz!
Doch wer glaubte, das Kapitel Baerbock sei beendet, hat die Machtmechanik nicht verstanden. Kaum den Ministerstuhl geräumt, hat sie sich bereits bei den Vereinten Nationen eingenistet – der nächste Karriereschritt auf dem internationalen Parkett. Und wie man hört, bastelt sie sogar schon an einer Bewerbung zur UN-Generalsekretärin. Deren Amtszeit endet – rein zufällig – im Dezember 2026. Baerbocks neuer Posten endet – rein zufällig – im September desselben Jahres.
Zufall? Oder strategisch geplant? Man weiß es nicht. Sicher ist nur: Einmal Macht geschnuppert – und der Appetit bleibt.