Ein wirtschaftlicher Lagebericht zwischen Kaffeesatz und TikTok-Stimmungskurve
Die US-Wirtschaft schrumpft – ein bisschen. Die Konsumlaune sinkt – ein bisschen mehr. Die Inflation steigt – etwas mehr als angenehm. Und Ex-Präsident Trump erklärt derweil: „Das ist alles Bidens Schuld. Irgendwas mit Überhang.“ Was auch immer das heißen soll.
Doch anstatt sich auf klassische Wirtschaftsindikatoren zu verlassen, schlägt CNN-Analystin Allison Morrow vor: Lasst uns doch einfach mal einen „Vibe Check“ machen. Und genau das tun wir jetzt.
Die Zeichen stehen auf Gelb (und Gelb ist schlecht)
In ihrer bunten Balken-Logik beschreibt Morrow den jüngsten Wirtschaftsrückgang von 0,3 % im ersten Quartal 2025 als „gelben Balken“ – also nichts Katastrophales, aber schon ein Warnsignal. Vor allem, weil der vorherige Balken noch lila war (also gut). Wenn das kein Harvard-taugliches Analysemodell ist!
Trump allerdings sieht das Ganze locker. Laut ihm ist die Konjunkturdelle nämlich keine echte Delle, sondern eine optische Täuschung verursacht durch „Biden-Vibes“. Verständlich, immerhin kennt Trump keine Schrumpfung – außer vielleicht bei der Wahrheit.
Tarife, Tarife, Tarife – der neue Wirtschaftssport
Während Ökonomen noch rätseln, ob das alles ein Ausrutscher oder der Anfang vom Ende ist, geht Trumps Wirtschaftspolitik mit Vollgas in die nächste Mauer:
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145 % Einfuhrzoll auf chinesische Produkte
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10 % Standardtarif für den Rest der Welt
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Und ein „Liberation Day“ am 2. April, der eher nach Handelskrieg als nach Befreiung klingt
Konsumklima? Abgekühlt. Investitionsfreude? Eingefroren. Regierungsinvestitionen? Schrumpfen unter Trump um 5,1 % – ein Traum für Libertäre, ein Albtraum für alle anderen.
Was sagt der „Vibe-Forscher“ dazu?
Die Definition von Rezession besagt: zwei Quartale wirtschaftlicher Schrumpfung hintereinander, spürbar, breit gestreut, länger als ein paar Wochen TikTok-Panik.
Und obwohl erst ein Quartal negativ war, sind sich viele einig: Die Stimmung reicht schon aus, um eine echte Rezession herbeizulächeln.
Oder wie es ein US-Ökonom elegant formuliert: „Wenn genug Leute glauben, dass es eine Rezession gibt, dann gibt es eine.“ Voilà – Wirtschaft made in Internet.
Fazit: Die Vibes sind schlecht, die Daten mies – aber hey, immerhin reden wir drüber
Ob wir nun offiziell in einer Rezession stecken oder noch in der Aufwärmphase für den großen Crash sind – sicher ist:
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Die Leute sparen beim Sommerurlaub.
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Die Wirtschaft wackelt.
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Und Trump macht weiter mit seinem Zölle-als-Zauberstab-Ansatz.
Bleibt nur noch eine Frage offen:
Gibt’s eigentlich schon einen Lady-Gaga-Song dazu? Falls ja – dann ist’s wohl endgültig eine Rezession.