Von einem Präsidenten, der schon ganze Wahrheiten verkauft hat, überrascht es wenig, dass er jetzt auch Amerikas Natur zum Schnäppchenpreis loswerden will.
Donald Trumps neuester Haushaltsentwurf liest sich wie ein Räumungsverkauf fürs nationale Erbe: 1,2 Milliarden Dollar weniger für den National Park Service, dazu die Idee, hunderte Schutzgebiete einfach den Bundesstaaten aufs Auge zu drücken – in der Hoffnung, dort hätte man Geld, das selbst Washington nicht bereitstellen will.
Was wie ein Bürokratieabbau daherkommt, ist in Wahrheit ein ideologisch motivierter Kahlschlag, der in letzter Konsequenz auf das hinausläuft, was Trump-Politik oft bedeutet: Privatisierung durch die Hintertür.
Denn wenn Bundesstaaten die Pflege historischer Gedenkstätten und einzigartiger Naturlandschaften nicht finanzieren können – was in vielen Fällen bereits Realität ist – folgt zwangsläufig der Verkauf, die Schließung oder die Umwidmung zum Erlebniscamp mit Eintrittspflicht. Yellowstone als Freizeitpark. Mount Rushmore mit Ticketkontrolle. Frei zugängliche Natur? Nur noch für Premiumkunden.
Es ist ein Angriff auf das, was Amerika eigentlich groß gemacht hat: die Idee, dass Natur, Geschichte und Erinnerung allen gehört – nicht nur denen, die es sich leisten können. Und es ist bezeichnend, dass Trump dabei keine Differenz macht zwischen historischen Monumenten und einem Golfplatz: Hauptsache, es kostet weniger und bringt mehr – ihm oder seinen Freunden.
Dass der Nationalparkdienst aktuell führungslos ist, passt da ins Bild. Wer Strukturen zerschlägt, braucht keine Leitung – nur einen Taschenrechner und ein Immobilienportfolio.
Fazit: Wer Amerikas Nationalparks verscherbelt, verkauft nicht nur Land, sondern auch Geschichte, Identität und ein Stück kollektives Gewissen. Und irgendwann wird man erkennen: Was Trump da „effizient kürzen“ will, ist in Wahrheit unbezahlbar.