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Haseloff mahnt: „Die Vereinigung ist noch nicht vollendet“ – Ost-West-Unterschiede bleiben bestehen

Peggy_Marco (CC0), Pixabay

Mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung sieht Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) weiterhin deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland – und rechnet mit einem langen Weg bis zur vollständigen Angleichung der Lebensverhältnisse.

„Wir haben ein wiedervereinigtes Deutschland. Aber die Vereinigung ist noch nicht beendet“, sagte Haseloff im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In nahezu allen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Bereichen seien weiterhin Unterschiede messbar – von der Lohnstruktur über die Rentenhöhen bis zur Wirtschaftsleistung und dem politischen Klima.

Forderung an Bundesregierung: „Bis Sommer Dampf machen“

Haseloff forderte die Bundesregierung zu entschlossenem Handeln auf. Die neue Regierung müsse „bis zum Sommer richtig Dampf machen“, um bei der Angleichung der Lebensverhältnisse Fortschritte zu erzielen. Es gehe um konkrete Maßnahmen – nicht nur um symbolische Bekundungen.

Einheit als Prozess, nicht als Zustand

Der CDU-Politiker betont damit einmal mehr, dass die deutsche Einheit nicht allein durch den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik vollzogen wurde, sondern ein fortwährender gesellschaftlicher Prozess ist. Gerade in Zeiten wachsender Unzufriedenheit in Teilen Ostdeutschlands sei es wichtig, strukturelle Benachteiligungen ernst zu nehmen und gezielt auszugleichen.

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