Der seit Monaten stagnierende oder gar rückläufige Trend auf dem deutschen Immobilienmarkt scheint gebrochen: Laut einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) sind die Preise für Wohnimmobilien im ersten Quartal 2025 wieder deutlich angestiegen – so stark wie seit Jahren nicht mehr.
Besonders betroffen sind Ein- und Zweifamilienhäuser, die sich von Januar bis März um durchschnittlich 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal verteuerten. Das ist der kräftigste Preisanstieg seit drei Jahren. Im Jahresvergleich zeigt sich sogar ein Aufschlag von 2,9 Prozent, was auf eine spürbare Rückkehr der Nachfrage hindeutet.
Auch Eigentumswohnungen wurden im ersten Quartal wieder teurer – im Durchschnitt 1,2 Prozent mehr als im letzten Quartal 2024. Das ist der stärkste Anstieg seit dem Frühjahr 2022 und könnte ein erstes Indiz für eine dauerhafte Marktbelebung sein.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass trotz hoher Zinsen, Baukosten und wirtschaftlicher Unsicherheiten die Nachfrage nach Wohneigentum wieder anzieht – möglicherweise befeuert durch sinkende Neubautätigkeit, Inflationssorgen und den Wunsch nach werthaltiger Anlage in Zeiten globaler Unsicherheiten.
Ob es sich um eine kurzfristige Marktreaktion oder den Beginn eines nachhaltigen Aufwärtstrends handelt, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Der Immobilienmarkt lebt – und mit ihm die Preisdynamik.