Am 27. April haben Senator Cory Booker und der demokratische Fraktionsführer im Repräsentantenhaus Hakeem Jeffries auf den Stufen des US-Kapitols einen Sitzstreik begonnen. Live auf Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube riefen sie zum Protest gegen den Haushaltsentwurf der Trump-Regierung für 2026 auf.
Der vorgeschlagene Haushalt plant massive Kürzungen bei sozialen Programmen wie Medicaid, Head Start (Frühkindliche Bildung für einkommensschwache Familien) und der Low-Income Home Energy Assistance Program (Unterstützung bei Heiz- und Energiekosten). Gleichzeitig sollen Steuererleichterungen für die Reichsten ausgeweitet werden.
„Republikanische Führer wollen ein rücksichtsloses Sparprogramm durchsetzen, das Millionen Amerikanern schadet, um Superreiche zu begünstigen“, kritisierte Booker. Er sprach von einer der „folgenreichsten Wochen für Senioren, Kinder und Familien seit Generationen“.
Trumps Administration argumentiert, die Kürzungen seien notwendig, um „unnötige Ausgaben“ zu reduzieren. Trotzdem warnen Experten, dass die geplanten Steuersenkungen das Haushaltsdefizit in den nächsten zehn Jahren um mindestens 5 Billionen Dollar erhöhen könnten.
Während Trump Steuererleichterungen für Trinkgelder und Sozialversicherungsleistungen angekündigt hat, könnten seine Tarifforderungen langfristig Geringverdiener stärker belasten. Demokraten riefen die Bevölkerung auf, sich gegen diese Pläne zu wehren, und bezeichneten Budgets als Spiegelbild gesellschaftlicher Werte.
Booker hatte erst kürzlich mit einer über 25-stündigen Marathonrede im Senat gegen Trumps Politik für Aufsehen gesorgt.