Jedes Jahr am 22. April feiert die Welt den Earth Day – einen Aktionstag, der seit 1970 das Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit stärkt. In diesem Jahr begehen Menschen weltweit bereits die 55. Ausgabe des Earth Day unter dem Motto: „Our Power, Our Planet“.
Die globale Kampagne ruft dazu auf, die Umstellung auf saubere, erneuerbare Energiequellen bis 2030 zu beschleunigen. „Die Fortschritte im Bereich Solarenergie sind bereits unglaublich“, sagte Sarah Davies, Kommunikationsdirektorin von EarthDay.org, im Gespräch mit USA TODAY. „Doch es bleibt noch viel zu tun.“
Ursprung einer Bewegung
Die Idee zum Earth Day entstand 1969, als der demokratische Senator Gaylord Nelson aus Wisconsin sogenannte „Teach-ins“ an Universitäten vorschlug, um auf Umweltprobleme aufmerksam zu machen. Unterstützt wurde er vom republikanischen Abgeordneten Pete McCloskey aus Kalifornien und dem Aktivisten Denis Hayes.
Schon ein Jahr später, am 22. April 1970, beteiligten sich rund 20 Millionen Menschen in den USA an Veranstaltungen in Schulen, Universitäten und öffentlichen Einrichtungen – ein riesiger Erfolg. Die Bewegung löste tiefgreifende politische Folgen aus: Noch im selben Jahr wurde die US-Umweltschutzbehörde (EPA) gegründet und der Clean Air Act verabschiedet.
McCloskey spielte später auch eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des Endangered Species Act, einem wichtigen Gesetz zum Schutz bedrohter Tierarten.
Der Earth Day heute
Obwohl der Earth Day seit Jahrzehnten gefeiert wird, ist er nicht als offizieller Feiertag anerkannt. Dennoch wird er in über 190 Ländern begangen – mit Baumpflanzaktionen, Clean-up-Initiativen, Bildungsprogrammen und Demonstrationen für den Klimaschutz.
2025 fällt der Earth Day auf den Dienstag nach Ostern.
Das diesjährige Motto „Our Power, Our Planet“ will den Fokus auf die Kraft der Menschen lenken, den Wandel zu gestalten – durch politischen Druck, bewussten Konsum und technologische Innovation.
USA: Überraschende Vorreiter bei erneuerbaren Energien
Laut Davies gehören ausgerechnet die beiden gegensätzlichen US-Bundesstaaten Texas und Kalifornien zu den führenden Akteuren im Bereich erneuerbare Energien. „Und sie machen das fantastisch“, betonte sie.
Diese Entwicklung sei nicht nur gut für das Klima, sondern auch für die Wirtschaft: Laut dem World Economic Forum könnten bis 2030 weltweit über 10 Millionen neue Jobs im Bereich der grünen Energie entstehen.
„Erneuerbare Energien schaffen nicht nur Strom, sondern auch Zukunft“, so Davies. „Und das passiert überall in den USA – auch in konservativen Bundesstaaten.“
Fazit
Der Earth Day 2025 steht nicht nur für 55 Jahre Umweltbewusstsein, sondern auch für einen weltweiten Appell: Jetzt ist die Zeit zu handeln, bevor die Folgen der Klimakrise unumkehrbar werden. Mit Fortschritten in der Technologie, wachsender öffentlicher Unterstützung und wirtschaftlichen Chancen bietet sich eine historische Gelegenheit – wenn sie denn genutzt wird.