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OpenAI verklagt Elon Musk: Streit um Kontrolle über KI spitzt sich zu

googles (CC0), Pixabay

Im Silicon Valley eskaliert ein prominenter Tech-Streit: OpenAI hat den Milliardär Elon Musk verklagt – mit dem Vorwurf, er versuche „ununterbrochen“, das Unternehmen durch „Strategien in schlechter Absicht“ auszubremsen, um sich selbst Vorteile zu verschaffen.

In der Klageschrift wirft OpenAI dem Mitgründer und heutigen Rivalen vor, gezielt gegen das Unternehmen zu arbeiten, um Kontrolle über die weltweit führende KI-Entwicklung zu gewinnen. Der Streit geht damit in eine neue Runde – und dürfte Auswirkungen auf die gesamte Tech-Branche haben.

Was steckt hinter dem Streit?

Elon Musk war 2015 Mitbegründer von OpenAI, verließ das Unternehmen jedoch bereits 2018. Seither verfolgt er mit seinem eigenen Unternehmen xAI ähnliche Ambitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz – allerdings mit deutlich weniger Erfolg. xAI steht in direkter Konkurrenz zu OpenAI.

Im vergangenen Jahr hatte Musk OpenAI-Chef Sam Altman verklagt, weil er der Organisation vorwarf, vom ursprünglichen, gemeinnützigen Auftrag abgewichen zu sein. OpenAI war als Non-Profit gegründet worden, um „KI zum Wohle der Menschheit“ zu entwickeln. Inzwischen ist OpenAI jedoch als gewinnorientiertes Unternehmen strukturiert – ein Bruch, so Musk, mit dem Gründungsvertrag.

OpenAI schlägt zurück

Nun reagiert OpenAI mit einer Gegenklage: „Elons andauernde Angriffe auf uns sind nichts weiter als Taktiken in schlechter Absicht, um unsere Arbeit zu behindern und die Kontrolle über bahnbrechende KI-Innovationen zu gewinnen – zu seinem eigenen Vorteil“, heißt es in einem Statement des Unternehmens.

In einem Post auf X (ehemals Twitter) wurde Musk zudem direkt angegriffen: „Elon ging es nie um die Mission. Es ging ihm immer nur um seine eigene Agenda.“

Gerichtsprozess schon terminiert

Ein Bundesgericht in Oakland, Kalifornien, hat bereits einen Prozessbeginn für März 2026 angesetzt. Ein Antrag Musks auf einstweilige Verfügung gegen die Umstrukturierung von OpenAI wurde zuvor abgelehnt. Der zuständigen Richterin zufolge muss Musk voraussichtlich selbst im Prozess aussagen.

Parallel hatte Musk im Februar ein Übernahmeangebot für OpenAI in Höhe von 97,4 Milliarden US-Dollar unterbreitet – laut eigener Aussage, um das Unternehmen „wieder auf Kurs“ zu bringen. OpenAI-Chef Sam Altman konterte auf X süffisant: „Nein danke – aber wir kaufen Twitter für 9,74 Milliarden, wenn du willst.“

Experten sehen Mission aus dem Blickfeld geraten

„Das ist ein Machtkampf – nicht mehr und nicht weniger“, sagt Ari Lightman, Professor für digitale Medien an der Carnegie Mellon University. Statt um Sicherheit oder Ethik in der KI ginge es um Kontrolle und Profit: „Die eigentliche Mission, KI verantwortungsvoll zu entwickeln, ist längst in den Hintergrund gerückt.“

Auch Musks Anwalt Marc Toberoff reagierte: Die Ablehnung des Übernahmeangebots zeige, dass OpenAI „lieber mit sich selbst verhandelt als im Sinne der Öffentlichkeit zu handeln“.

Ein Machtkampf mit Symbolkraft

Der Fall ist mehr als ein persönliches Duell zweier Tech-Giganten – es ist ein Streit darüber, wem die Kontrolle über die Zukunft der Künstlichen Intelligenz gehört. Und während die Technologie rasant voranschreitet, dreht sich die Debatte zunehmend um Eigentumsrechte, Einfluss – und Milliardenbeträge.

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